Recycling-Konzept Coca-Cola steigert rPET-Anteil von Einwegflaschen auf 70 %

Redakteur: MA Alexander Stark

Der Getränkekonzern Coca-Cola hat den Anteil an recycelten Materialien bei seinen PET-Einwegpfandflaschen auf 70 % steigern können. Dadurch konnte das Unternehmen 32.000 Tonnen PET-Neumaterial einsparen.

Coca-Cola setzt verstärkt auf den Einsatz von recyceltem Material (rPET) bei seinen PET-Einwegpfandflaschen.
Coca-Cola setzt verstärkt auf den Einsatz von recyceltem Material (rPET) bei seinen PET-Einwegpfandflaschen.
(Bild: Delia Woehlert / Coca Cola Deutschland)

Berlin – Aus Getränkeflaschen sollen wieder Getränkeflaschen werden. Dieses Ziel Coca-Cola in seiner Nachhaltigkeitsstrategie ausgelobt. Deshalb setzt das Unternehmen verstärkt auf den Einsatz von recyceltem Material (rPET) bei seinen PET-Einwegpfandflaschen und geht in diesem Jahr in Deutschland einen weiteren großen Schritt: Die PET Flaschen der Marken Vio, Fuze Tea und Powerade werden vollständig auf rPET umgestellt. Bei allen übrigen Marken werden künftig alle Flaschen bis zu einer Größe von 0,5 Litern sowie die 1,5-Liter und die 2,0-Liter-Flaschen vollständig aus rPET bestehen. Damit erreicht Coca-Cola in Deutschland in diesem Jahr einen Anteil von recyceltem Material bei den PET Einwegpfandflaschen von rund 70 %.

Verpackungen machen hierzulande etwa 27 % des CO2-Fußabdrucks von Coca-Cola aus. Sie würden daher im Mittelpunkt des Weges zur Klimaneutralität stehen, teilte der Konzern mit.

Mit der Umstellung auf rPET sind erhebliche Investitionen und auch Herausforderungen verbunden. Coca-Cola wendet in diesem Jahr beispielsweise mehr als 15 Millionen Euro für die Beschaffung des recycelten Materials auf, das deutlich teurer ist als Neumaterial. Zudem ist hochwertiges, lebensmitteltaugliches rPET noch nicht in ausreichendem Maße verfügbar, um alle PET-Flaschen des Unternehmens umstellen zu können. Deshalb investiert das Unternehmen zum einen in Recyclingtechnologien, wie die von Cure Technology, und zum anderen in langfristige Liefervereinbarungen mit Recyclingpartnern, um so Kapazitätserweiterungen und Innovationen zu befördern. Auch bei den Umverpackungen setzt das Unternehmen darauf, Material einzusparen wo möglich und auf recyceltes Material umzustellen.

Auch bei den Mehrwegverpackungen hat der Konzern in den Jahren 2018-2020 in Deutschland rund 150 Millionen Euro in neue Mehrwegproduktionslinien, Mehrweggebinde, in den Ausbau des Mehrwegflaschenpools und in neue Mehrwegkisten investiert. Zuletzt wurden im Jahr 2019 mit den 1-Liter-Glasflaschen für Coca-Cola Classic, Coca-Cola Zero Sugar und das Mineralwasser Vio zwei neue Mehrwegpfandflaschen auf dem deutschen Markt eingeführt. Diese Investitionen sollen auch in diesem Jahr fortgesetzt werden, unter anderem mit einer neuen 0,4-Liter-Glasmehrwegflasche.

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