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Sensor- und Aktortechnik Coburger Start-up der Sensor- und Aktortechnik

| Redakteur: M.A. Manja Wühr

Drei Absolventen der Hochschule Coburg haben kürzlich ihr Start up-Unternehmen SensAction AG vorgestellt. Sie entwickeln einen akustischen Wellenleiter-Sensor und eine akustische Mikropumpe.

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Akustischer Wellenleiter: Prinzipskizze des akustischen Wellenleiter-Sensors
Akustischer Wellenleiter: Prinzipskizze des akustischen Wellenleiter-Sensors
( Bild: SensAction )

Weil sie ihre eigene Entwicklung, den weltweit ersten akustischen Wellenleiter-Sensor, nicht aus den Händen geben oder im Sande verlaufen lassen wollten, haben drei junge Diplom-Ingenieure der Hochschule Coburg die SensAction AG gegründet. Die Rede ist von Stefan Rothballer, Hendrik Faustmann und Michael Münch. Für Mitte nächsten Jahres ist die Serienfertigung des akustischen Wellenleiter-Sensors geplant. Mit ihm lassen sich die chemischen Zusammensetzungen von Flüssigkeiten mobil, also vor Ort, exakt, schnell und damit kostengünstig messen. Einsatzmöglichkeiten gäbe es viele, so Hendrik Faustmann. Beispielsweise in der chemischen Industrie lässt sich die Konzentration von Flüssigkeiten messen. Dabei brauchen die Proben nicht mehr in ein Labor geschickt werden, sondern die Lösungen können vor Ort analysiert werden.

Akustische Mikropumpe

Im Bereich der Aktorik setzt das Start-up seine unternehmerischen Hoffnungen auf eine akustische Mikropumpe. Mit der patentierten Entwicklung lassen sich Flüssigkeiten durch akustische Oberflächenwellen bewegen. Ein außerhalb des Flüssigkeitsbehälters liegender Schallwandler treibt dabei den Transport an. Die Kraftübertragung geschieht über die Wandflächen des Behälters und bewirkt eine gerichtete Impulsübertragung auf die Flüssigkeit. So können aggressive, steril zu haltende oder instabile Flüssigkeiten ohne den Einbau von mechanischen Antriebselementen bewegt werden. Die akustische Mikropumpe liegt aktuell als Labormuster vor. Ein Anwendungsbereich kann ebenfalls die Medizintechnik sein. Um die Einsatzmöglichkeiten weiter auszuloten und die Entwicklung voranzutreiben, wünschen sich die Gründer, dass Unternehmen weitere Fragestellungen und Probleme aus der Praxis an sie herantragen.

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