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Vom Klimaschädling zum Rohstoff CO2 soll zu einer unendlichen Kohlenstoffquelle werden

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat den Antrag auf Förderung des Kooperationsnetzwerks „Use CO2“ bewilligt. Die insgesamt 18 Netzwerkpartner entwickeln biotechnologische und chemisch-physikalische Verfahren, um das durch Industrieprozesse entstehende oder auch in der Luft vorhandene Kohlendioxid (CO2) zu binden und als Ausgangsrohstoff für nachhaltige Produkte zu verwenden.

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CO2 fällt bei vielen Industrieprozessen in großer Menge an.
CO2 fällt bei vielen Industrieprozessen in großer Menge an.
(Bild: Kurt F. Domnik / pixelio.de)

Martinsried – Die Partner haben Industrielle Biotechnologie Bayern Netzwerk (IBB Netzwerk) mit der Koordination und dem Management des bewilligten ZIM-Kooperationsnetzwerks „Use CO2“ beauftragt. Die Förderung des Kooperationsnetzwerks erfolgt innerhalb des technologie- und branchenoffenen Förderprogramms für mittelständische Unternehmen, dem „Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand“ (ZIM).

„Die Partner forschen an Methoden, in denen sie CO2 als nahezu unendliche Kohlenstoffquelle zur Produktion von Chemikalien und chemischen Bausteinen einsetzen. Ausgehend von diesen Basiskomponenten können anschließend sehr viele heute gebräuchliche Alltagsgegenstände gewonnen werden; dazu zählen unter anderem Kunststoffe, synthetische Kleidung, Reinigungsmittel, Schmierstoffe, Farben, Kosmetika, Arzneimittel sowie Energiespeicher- und Kraftstoffe“, IBB Netzwerk-Geschäftsführer, Prof. Haralabos Zorbas.

Nutzbarmachung erfordert große Energiemenge

Um Kohlendioxid nutzbar zu machen, also um es zum Beispiel zu den vielseitig einsetzbaren Basischemikalien Methan oder Methanol umzuwandeln, wird eine verhältnismäßig große Energiemenge benötigt. Diese Herausforderung nehmen die Projektpartner an und arbeiten daran, wirtschaftliche und gleichzeitig umweltfreundliche Lösungen zu finden.

Das ZIM-Kooperationsnetzwerk umfasst derzeit acht kleine und mittelständische Unternehmen, fünf Forschungseinrichtungen sowie fünf Großindustrien der Chemie-, Biotech-, Schmierstoff- und Automobilbranche. Die BMWi-Förderung für das Netzwerkmanagement gilt zunächst für ein Jahr und beträgt rund 140 000 Euro. Eine Anschlussförderung mit einer Dauer von zwei Jahren ist möglich.

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