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China Market Insider CO2-Emissionshandel wird Chinas Chemieindustrie verändern

Autor / Redakteur: Henrik Bork / Wolfgang Ernhofer

Chinas chemische Industrie hat mit dem Handel von CO2-Emissionen begonnen. Analysten gehen davon aus, dass der Handel mit Emissionen in den kommenden fünf Jahren einen „profunden Einfluß auf die Wettbewerbsfähigkeit chemischer Unternehmen“ in China haben wird, berichtet die chinesische Ausgabe von PROCESS.

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Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet PROCESS regelmäßig über den chinesischen Chemie- und Pharmamarkt.
Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet PROCESS regelmäßig über den chinesischen Chemie- und Pharmamarkt.
(Bild: ©sezerozger - stock.adobe.com)

Peking/China – Für seine firmeneigenen Kraftwerke hat der staatliche Chemiekonzern Sinopec mehr als 200.000 metrische Tonnen CO2-Kredite erstanden. Der Deal fand bereits am Eröffnungstag der neuen landesweiten Emissionsbörse in Shanghai statt.

Das neue nationale „Emissions Trading Scheme“ oder ETS – Chinas erste landesweite Börse für CO2-Emissionen – hat am 16. Juli in Shanghai offiziell ihren Betrieb aufgenommen. Anfangs sind nur Energieerzeuger dabei. Doch die 2225 notierten Kraftwerks-Betreiber – überwiegend Tochterunternehmen großer Staatsbetriebe – stoßen gemeinsam mehr als vier Milliarden Tonnen Treibhausgase in die Erdatmosphäre. Das sind rund 40 % aller Emissionen Chinas. Die Börse war damit von ihrem ersten Tag an sofort die weltweit größte ihrer Art.