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Automatisierung Cleveres Automatisierungskonzept sorgt für ein Plus an Sicherheit

| Autor / Redakteur: Dr. Thomas Gmeinwieser * / Anke Geipel-Kern

Der Einsatz von Mehrprodukte-Anlagen bietet in Zeiten des immer härter werdenden globalen Wettbewerbs die notwendige Flexibilität und Effektivität. Beim Umsetzen neuer Automatisierungskonzepte müssen die Entscheider allerdings dafür sorgen, dass die Produktion nicht nur wettbewerbsfähig, sondern auch sicher bleibt. TÜV Süd Process Safety zeigt an einem Fallbeispiel, wie das gelingt.

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Kontrollraum für die Überwachung der automatisierten Prozesse.
Kontrollraum für die Überwachung der automatisierten Prozesse.
(Bild: United Initiators)

Mehrprodukte-Anlagen begünstigen durch ihre modulare Bauweise und moderne Technik eine einfache Planung und Inbetriebnahme sowie die automatisierte Produktion. Beim Entwickeln neuer Automatisierungskonzepte geht es nicht nur um die konzeptionellen und technischen Herausforderungen für die jeweilige Produktion.

Faceliftig für veraltetetes Prozessleitsystem

Auch die Mitarbeiter müssen sich auf die Aufgaben unter neuen Rahmenbedingungen und den damit verbundenen Anforderungen beim Bedienen der Anlagen einstellen. Wie nachhaltig das Implementieren eines neuen Automatisierungskonzepts funktionieren kann, zeigt sich am Beispiel des Unternehmens United Initiators im bayerischen Pullach.

Dort wurde im Jahre 2001 ein neues Konzept umgesetzt, das bis heute sicher und erfolgreich angewendet wird. Auch hier gaben eine veraltete Prozessleittechnik sowie der intensive globale Wettbewerb den Ausschlag dafür, die technische Realisierung der Produktion von organischen Peroxiden und Persulfaten zu überdenken.

Dabei spielte neben der Flexibilität vor allem auch der Sicherheitsaspekt eine bedeutende Rolle. Bei der Produktion von organischen Peroxiden entstehen instabile, temperaturempfindliche und brandfördernde Verbindungen, von denen einige explosionsgefährdend sind. Logistisch bestand die Herausforderung darin, zwei Produktionsgebäude mit acht Produktionszellen zusammenzuführen. Zusätzlich zu den Anlagen gehörten dazu die Messwarten und die Arbeitsplätze. Außerdem sollte auch das Steuern und Überwachen der Prozesse zentralisiert werden.

Scada schlägt PLT mit Sicherheitssteuerung

Das Management entschied sich gegen ein Prozessleitsystem mit unterlagerter Sicherheitssteuerung. Stattdessen wurde ein übergeordnetes Scada-System mit dem sicherheitsgerichteten Leitsystem synchronisiert. Scada ist dabei mittels eines OPC-Servers mit der Sicherheitssteuerung verbunden.

In der Speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) sind nicht nur die Produktionsprogramme, sondern auch die Rezepte jederzeit geladen. Das Auswählen dieser Programme und Rezepte läuft, genauso wie die Rohstoffzufuhr, automatisiert ab.

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