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Carbon2chem-Projekt Clariant will CO2-Emission bei Stahlherstellung verringern

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

In dem Projekt Carbon2chem versuchen Forschungspartner branchenübergreifend die bei der Stahlherstellung anfallende CO2-Emission zu verringern. Gestern ist das Projekt offiziell in die aktive, zunächst für vier Jahre vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Phase gestartet. Eine entscheidende Rolle wird dabei das Spezialchemieunternehmen Clariant einnehmen.

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Blick auf den Stammsitz von Clariant im schweizerischen Muttenz
Blick auf den Stammsitz von Clariant im schweizerischen Muttenz
(Bild: Clariant)

München – Ziel des Projekts ist es, Hüttengase aus der Stahlindustrie in wertvolle Chemikalien umzuwandeln. Gegenwärtig werden sie nur energetisch genutzt – zur Stromerzeugung für das Stahlkraftwerk. Im Projekt Carbon2chem wird nun versucht, die Hüttengase stofflich zu nutzen, etwa für die Herstellung von Methanol.

Clariant stellt für das Projekt Methanolkatalysatoren und das erforderliche Anwendungsknowhow zur Verfügung, um deren Eignung zu validieren. Außerdem beteiligt sich das Unternehmen an der vorgeschalteten Aufarbeitung der Hüttengase. Denn nur in gereinigter Form kann aus Hüttengasen Methanol gewonnen werden. Für die Gasreinigung steuert Clariant Adsorbentien und Katalysatoren bei.

Die Umsetzung von Teilströmen der Hüttengase, die neben CO2 auch erhebliche Mengen an Wasserstoff enthalten, betrachtet Clariant als wichtigen Schritt zur nachhaltigen Verbesserung der ökonomischen und ökologischen Bilanz der Stahlerzeugung.

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