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Nichtinvasive Durchflussmessung Clamp-on statt Einbau-Lösung: Mit Ultraschalldurchflussmesser Anschaffungs- und Betriebskosten sparen

Redakteur: M.A. Manja Wühr

Ultraschalldurchflussmessgeräte liefern schnell, zuverlässig und präzise Messdaten, ohne dabei Rohre öffnen und Fließprozesse unterbrechen zu müssen. Vor allem Wasserversorgungsunternehmen mit ihren ausgedehnten Rohrleitungssystemen profitieren davon.

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Eingriffsfreie Ultraschalldurchflussmessung dank Clamp-on-Technologie, bei der die Ultraschallsensoren bequem von außen am Rohr angeklemmt werden.
Eingriffsfreie Ultraschalldurchflussmessung dank Clamp-on-Technologie, bei der die Ultraschallsensoren bequem von außen am Rohr angeklemmt werden.
(Bild: Katronic)

Katronic entwickelt und fertigt portable sowie stationäre Ultraschalldurchflussmessgeräte, die an Rohrleitungen verschiedenster Materialien und Durchmesser von 10 bis 6500 mm eingesetzt werden können. Zur Überwachung der ausgedehnten Rohrleitungssysteme von Wasserversorgungsunternehmen hat sich diese Technologie bewährt. Da die Ultraschallsensoren an der Außenseite des Rohres angeklemmt werden (engl. ‚clamp-on‘), ist die Öffnung der Rohre und damit die Unterbrechung der Wasserversorgung nicht erforderlich. Somit wird das Personal keinen gesundheitsgefährdenden Stoffen ausgesetzt, noch besteht Leckrisiko: Die Reinheit und Sterilität des Systems sind jederzeit gewährt.

Wie der Hersteller betont fallen im Gegensatz zu einer alternativen Einbau-Lösung weder kostenintensive Ingenieurarbeiten und Schulungen für Personal an. Auch Ausfallzeiten oder Spezialausrüstung, die die Betriebskosten eines invasiven Durchflussmessers in die Höhe treiben, müssen mit Clamp-on-Geräten nicht einkalkuliert werden.

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Genaue Dosierung von Chlor

Eine der Hauptaufgaben bei der Wasseraufbereitung ist die Desinfektion des Wassers durch Zugabe von Chlor. Bei einem britischen Wasserversorger durchfließt das Wasser 830 mm-Rohrleitung (DN) mit einer durchschnittlichen Fließgeschwindigkeit von 640 Litern pro Sekunde (45 – 46 Ml/Tag). Eine absolut genaue Dosierung des Chlors ist dabei von zentraler Bedeutung. Für diese Aufgabe wurde ein Katronic-Durchflussmesser als Ersatz für die ursprünglich verwendeten elektromagnetischen Einbau-Durchflussmesser installiert. Das stationäre Durchflussmesssystem besteht aus dem kompakten, an der Wand zu befestigendem Messgerät für die Signalanalyse und Kommunikation sowie einem robusten Wandlerpaar, welches an der Rohrleitung angeklemmt wird. Es war nur eine Sache von Minuten die Sensoren in der Grube mit Klemmen am Rohr aufzuspannen und an das entfernt montierte KATflow 150-Durchflussmessgerät anzuschließen. Ein entscheidender Vorteil der Messausrüstung ist die schnelle und unkomplizierte Installation und Einrichtung des Systems. Innerhalb kürzester Zeit wurde ein zuverlässiges 4 – 20 mA-Signal geliefert, das proportional zur Durchflussrate ist, welche vom Chlordosierungssystem benötigt wird.

Solange die Rohrleitung vollgefüllt ist, ist das System weitgehend unabhängig von der zu messenden Flüssigkeit. Das dem Messsystem zu Grunde liegende Laufzeitdifferenzverfahren vergleicht die Laufzeit eines Signals, das sich in Fließrichtung ausbreitet mit der Zeit des Signals, das stromaufwärts gesendet wird, um aus der sich ergebenden Differenz die Durchflussrate abzuleiten.

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