Lösemittel Chlorierte Lösemittel in der Krise

Redakteur: Marion Henig

Laut ECSA (European Chlorinated Solvent Association) ist die Nachfrage nach chlorierten Lösemitteln zum Jahresende 2008 europaweit drastisch eingebrochen.

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Die Absatzmengen für chlorierte Lösemittel sind rückläufig, brachen 2008 jedoch besonders stark ein. (Grafik/Quelle: ECSA)
Die Absatzmengen für chlorierte Lösemittel sind rückläufig, brachen 2008 jedoch besonders stark ein. (Grafik/Quelle: ECSA)
( Archiv: Vogel Business Media )

Brüssel/Belgien – 154 000 Tonnen Perchlorethylen und Methylenchlorid, und damit 15 Prozent weniger als im Vorjahr, haben die ECSA-Mitgliedsunternehmen 2008 in Europa verkauft. Besonders in der zweiten Jahreshälfte ist die Nachfrage eingebrochen. Der Absatz von Perchlorethylen der ECSA-Mitgliedsunternehmen verringerte sich 2008 auf 44 000 Tonnen (2007: 52 000 Tonnen); Methylenchlorid sank von 130 000 Tonnen in 2007 auf 110 000 Tonnen in 2008. Obwohl die Absatzmengen für chlorierte Lösemittel seit Jahren zurrückgehen, sieht die ESCA diesen starken Einbruch in der wirtschaftlichen Gesamtsituation begründet.

Verkaufszahlen von Trichlorethylen kommuniziert der europäische Verband künftig nicht mehr. Die Auflage des European Chemical Industry Council (Cefic), dass mindestens drei Hersteller in der Statistik berücksichtigt werden, kann nicht mehr erfüllt werden. In Westeuropa produzierten 2008 noch zwei Unternehmen Trichlorethylen: Dow Europe und Ineos Chlor. Ineos plante, Anfang des Jahres die Produktion von Trichlorethyle und Perchlorethylen einzustellen.

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