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Mega-Deal in Myanmar Chinesisches Unternehmen sichert sich 3-Milliarden-Dollar-Raffinerieprojekt

| Redakteur: M.A. Manja Wühr

Die politische Öffnung von Myanmar fördert auch die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Nun hat die Regierung von Myanmar einem Bericht von Reuters zufolge den Auftrag für eine seit langem geplante Raffinerie vergeben. Das Projekt hat einen Wert von rund 3 Milliarden Dollar.

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Der staatliche chinesische Energie- und Rohstoffhändler Guangdong Zhenrong Energy hat den Zuschlag der Regierung Myanmars für den Bau einer Raffinerie in der Küstenstadt Dawei gewonnen.
Der staatliche chinesische Energie- und Rohstoffhändler Guangdong Zhenrong Energy hat den Zuschlag der Regierung Myanmars für den Bau einer Raffinerie in der Küstenstadt Dawei gewonnen.
(Bild: Harry Stilianou; CC0; / BY 1.0)

Peking/China – Reuters zufolge hat der staatliche chinesische Energie- und Rohstoffhändler Guangdong Zhenrong Energy von der Regierung Myanmars den Zuschlag für den Bau einer seit langem geplanten Raffinerie erhalten. Das Projekt hat einen Wert von 3 Milliarden Dollar und wird gemeinsam mit lokalen Partnern wie dem Energieministerium von Myanmar realisiert, teilten Führungskräfte des chinesischen Unternehmens mit. Das Projekt umfasst auch den Bau eines Ölhafens sowie von Lager- und Distributionsanlagen und ist eine der größten ausländischen Investitionen in Myanmar seit Jahrzehnten. Derzeit importiert das südostasiatische Land noch den Großteil seiner Brennstoffe. Der staatliche Investitionsausschuss von Myanmar erteilte dem chinesischen Unternehmen den Zuschlag für den Bau einer Raffinerie mit einer Kapazität von 100 000 Barrel pro Tag in der Küstenstadt Dawei im Südosten des Landes, so Li Hui, Vice President und Leiter des Raffineriebereichs bei Guangdong Zhenrong zu Reuters. Das chinesische Unternehmen wird 70 % an dem Projekt halten. Die restlichen 30 % teilen sich drei Unternehmen aus Myanmar: die mit dem Militär verbundene Myanmar Economic Holdings Limited, die mit dem Energieministerium verbundene Myanmar Petrochemical Corp und Yangon Engineering Group, ein von der privat geführten HTOO-Gruppe kontrolliertes Unternehmen, so Li weiter.

Erster Vorstoß in das Raffineriegeschäft

Der Zuschlag für das Projekt wurde erteilt, bevor die von Aung San Suu Kyi angeführte Nationale Liga für Demokratie in Myanmar an die Macht kam. Li zufolge sei sein Unternehmen bereit, mit der neuen Regierung zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass das Projekt auch verwirklicht wird. „Wir sind zuversichtlich (was das Projekt betrifft), da die Interessen aller Parteien dabei berücksichtigt wurden und die Raffinerie der lokalen Bevölkerung ebenso zugutekommen wird wie der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes“, sagte Li. Guangdong Zhenrong, das dieses Projekt erstmals 2011 angekündigt hatte, erhielt Ende 2014 grünes Licht aus Beijing, um mit dem Plan fortzufahren. Für Guangdong Zhenrong, in erster Linie ein Händler von Mineralölerzeugnissen und Metallen, der kürzlich sein Geschäft um den Betrieb von Öllagern und einer Werft erweitert hat, wäre dies der erste Vorstoß in das Raffineriegeschäft. Führungskräfte des Unternehmens teilten auch mit, dass das Unternehmen für die Zusammenarbeit mit etablierten chinesischen Energieunternehmen offen sei. Chinas größter Energiekonzern CNPC gehört auch zu den größten ausländischen Investoren in Myanmar und hat bereits Öl- und Gaspipelines errichtet, die Asiens zweitärmstes Land mit China verbinden.

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