Kraus-Maffei verkauft Chinesisches Chemieunternehmen kauft Krauss-Maffei Gruppe

Redakteur: Peter Königsreuther

Der chinesische Chemiekonzern China National Chemical Corporation (Chem-China) wird neuer Eigentümer der Krauss-Maffei Gruppe, wie Sprecher des deutschen Unternehmens berichten. 925 Mio. Euro ließ sich Chem-China die Übernahme kosten, heißt es weiter.

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Der chinesische Chemiekonzern China National Chemical Corporation (Chem-China) wird neuer Eigentümer der KraussMaffei Gruppe.
Der chinesische Chemiekonzern China National Chemical Corporation (Chem-China) wird neuer Eigentümer der KraussMaffei Gruppe.
(Bild: Krauss-Maffei)

Die Transaktion stehe unter dem Vorbehalt der üblichen Abschlussbedingungen und der Genehmigung der zuständigen Behörden. Die Krauss-Maffei Gruppe ist weltweit einer der führenden Hersteller hochwertiger Maschinen und Anlagen zur Produktion und Verarbeitung von Kunststoff und Gummi. Das Unternehmen werde seinen Wachstumskurs vor dem Hintergrund möglicher Synergien durch diese Transaktion deutlich beschleunigen. Management sowie die IG Metall begrüßen den Wechsel zum chinesischen Konzern als neuen Eigentümer, wie es heißt. Chem-China werde gemeinsam mit Guoxin International Investment Corporation und Agic Capital diese Transaktion durchführen.

Made in China 2025 im Visier

„Mit Chem-China gewinnen wir einen strategischen und langfristig orientierten Investor, der sich seit vielen Jahren für unser Unternehmen interessiert“, sagt Frank Stieler, CEO der Krauss-Maffei Gruppe. Die Krauss-Maffei Gruppe wird in ihrer bestehenden Struktur fortgeführt. „Wir verstärken unser Unternehmen mit einem der weltweit führenden Maschinenbauer, der über eine 178-Jährige Tradition verfügt. Dabei legen wir großen Wert darauf, dass die Krauss-Maffei Gruppe ihre Identität und Selbstständigkeit behält“, erklärte Jianxin Ren, Chairman von Chem-China. „Wir schätzen die große Management- und Technologiekompetenz des Unternehmens sehr und glauben, dass wir diese auch für einige unserer Tochterunternehmen in China einsetzen können. Somit werden wir das Geschäft im chemischen Anlagenbau von Chem-China besser positionieren. Das Geschäft soll sich zu einem Vorzeigeunternehmen im Rahmen des Programms „Made in China 2025“ entwickeln. Mit diesem Programm werde die Basis zur Weiterentwicklung der chinesischen Industrie geschaffen. Das Wachstumspotenzial für die Krauss-Maffei Gruppe ist enorm – insbesondere durch einen verbesserten Marktzugang in China, den wir ermöglichen können. Wir erwarten, dass die Entwicklungen in der Automobilindustrie großes Potenzial bieten. Die fortschreitende Automatisierung in der Automobil- Produktion und der Trend zu Leichtbau-Materialien werden sich positiv auf das Premium-Segment im Bereich der Spritzgießtechnik auswirken. Zusammen sind Chem-China und die Krauss-Maffei Gruppe sehr gut aufgestellt, um künftig zu wachsen“, sagt Stieler.

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