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Produktpiraterie

Chinesische Industriespionage wirksam bekämpfen

31.03.2010 | Autor / Redakteur: Hans Joachim Fuchs / Claudia Otto

Meist kommt es zum gezielten Ausspionieren deutscher Unternehmen durch Hack-Aufträge chinesischer Konkurrenten, oder chinesische Hacker beschaffen Wissen auf eigene Faust, um es dann auf dem Markt zu verkaufen.
Meist kommt es zum gezielten Ausspionieren deutscher Unternehmen durch Hack-Aufträge chinesischer Konkurrenten, oder chinesische Hacker beschaffen Wissen auf eigene Faust, um es dann auf dem Markt zu verkaufen.

Viele deutsche Unternehmen unterschätzen die Möglichkeiten, in China erfolgreich gegen den Diebstahl von Know-how durch chinesische Marken- und Produktpiraten vorzugehen. Die Praxis zeigt, dass sich der Kampf gegen Industriespionage für die Hersteller lohnt.

Die chinesische Marken- und Produktpiraterie im Maschinenbau hat zunehmend den Charakter der systematischen Industriespionage. Hinter den illegalen Nachbauten chinesischer Wettbewerber steckt oft kein Reverse Engineering, also die Rekonstruktion eines Originals durch Auseinanderbauen und Analysieren der Komponenten, sondern der gezielte Diebstahl des technischen Know-hows in Form von Papierdokumenten und elektronischen Datenträgern.

Chinesische Kunden verkaufen Dokumente weiter

Dabei kommen nicht etwa chinesische Agenten zum Einsatz, sondern bezahlte Professoren, Mitarbeiter der eigenen Kunden und geschäftstüchtige Hacker. Nicht selten verkaufen chinesische Kunden deutscher Maschinenbauer die mitgelieferten Dokumente an chinesische Wettbewerber weiter – trotz strenger Geheimhaltungsklauseln in den Verträgen.

Durch diesen permanenten Abfluss von Betriebsgeheimnissen entstehen relativ schnell globale Zweitmärkte mit billigen Maschinen, die auf die Margen der Originalhersteller drücken. So mancher deutsche Maschinenbauer sah sich schon gezwungen, die Preise seiner Originalprodukte aufgrund chinesischer Fälschungen in China um 25% zu senken. Es sind diese konkurrierenden Billigangebote, die den Absatz der deutschen Originalhersteller auf den globalen Exportmärkten langsam aber sicher aushöhlen beziehungsweise untergraben.

Produktpiraterie führt langfristig zum Verlust von Marktanteilen

Das Problem ist also nicht nur der gegenwärtige Umsatzverlust im laufenden Geschäftsjahr, der aus den konkurrierenden chinesischen Fälschungen resultiert. Es ist der zukünftige Verlust von Marktanteilen durch illegale Nachbauten, der das eigene Geschäft systematisch schädigt und sogar ruinieren kann.

Die Herausforderung für den Originalhersteller ist, den Diebstahl seines Know-hows gerichtsfest zu beweisen. Dazu sind professionelle Ermittlungen und Beweissicherungen durch gut ausgebildete, erfahrene und zuverlässige IP-Detektive erforderlich, die gerichtlich verwertbare Ergebnisse liefern und den Auftraggeber nicht täuschen.

Wir kennen Fälle, in denen deutsche Auftraggeber von dubiosen chinesischen Ermittlern regelrecht hinters Licht geführt wurden. Ergebnisse waren konstruiert, und mit den Plagiatoren wurde gemeinsame Sache gemacht. Bei der Bekämpfung der chinesischen Industriespionage sind Professionalität, Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit der eingeschalteten Dienstleister deshalb ein kritischer Erfolgsfaktor.

 

Solide rechtliche Basis gegen Produktpiraterie vorhanden

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