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China Market Insider Chinas Bioprozess-Industrie profitiert von Coronakrise

Ein Gastbeitrag von Henrik Bork

Die Coronakrise hat den rasanten Aufstieg mehrerer chinesischer Bioprocessing-Unternehmen ermöglicht. Die plötzlich explodierende Nachfrage nach Zellkulturen und anderen Produkten für die pharmazeutische und biologische Verarbeitungsindustrie hat eine Reihe bislang unbekannter Unternehmen aus der Volksrepublik in kurzer Zeit erstaunlich erfolgreich gemacht.

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Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet PROCESS regelmäßig über den chinesischen Chemie- und Pharmamarkt.
Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet PROCESS regelmäßig über den chinesischen Chemie- und Pharmamarkt.
(Bild: ©sezerozger - stock.adobe.com)

Peking/China – Ein gutes Indiz für Erfolg ist das Interesse der Investoren. Als die Suzhou Nanimicro Tech, ein chinesischer Hersteller von Harzen, im Juni dieses Jahres an die STAR-Börse in Shanghai ging, stiegen ihre Aktien am ersten Tag um 1273 %.

Diese spezielle Nische hatte zwar schon vor Beginn der Epidemie bei Investoren als „heiß“ gegolten, weil der Markt für Bioprocessing in China schon damals schnell wuchs. Wuxi Biologics etwa übernahm Ende 2019 die Hälfte der Anteile von Bestchrome, einem weiteren chinesischen Produzenten von Harzen. Seit Beginn der Epidemie aber schlägt die ganz große Stunde für chinesische Upstarts der Industrie, beispielsweise der „ Bioscience”, einem der größten chinesischen Hersteller von Zellkulturen. Dieses chinesische Auftrags-Entwicklungs- und Herstellungsunternehmen (CDMO) und Produzent von Zellkulturen, das bereits eine Fabrik in Zhangjiang hatte, konnte im Mai 2020 weitere Zellkultur-Kapazitäten in Lingang bei Shanghai aufbauen. Die geplante neue Jahreskapazität liege im Bereich mehrerer Tausend Tonnen und bei flüssigen Medien, Millionen von Litern, berichtet der Informationsdienst Bioprocess Online.