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Studie: Portfoliorestrukturierung China und Nordamerika treiben M&A-Aktivitäten in der Chemie voran

| Redakteur: Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

China und Nordamerika sind laut einer Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney die treibenden Kräfte für zunehmende M&A-Aktivitäten in der Chemieindustrie. In Europa ist der Markt durch wirtschaftliche Herausforderungen und Spannungen in den Beziehungen zu Russland geprägt.

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Aktivistische Investoren fördern laut einer Studie von A.T. Kearney die Portfoliobereinigungen in der Chemieindustrie.
Aktivistische Investoren fördern laut einer Studie von A.T. Kearney die Portfoliobereinigungen in der Chemieindustrie.
(Bild: © bas121 - Fotolia)

Düsseldorf – Für 2015 wird in der globalen Chemieindustrie eine Zunahme der Fusionen und Übernahmen (M&A) erwartet. So lautet das Fazit der vierten Ausgabe des Chemicals Executive M&A Review von A.T. Kearney. Die im Rahmen der Studie befragten M&A-Finanzexperten und Führungskräfte aus der Chemieindustrie gehen davon aus, dass aktivistische Investoren den Druck auf Großkonzerne der Branche erhöhen, Unternehmensteile mit geringeren Synergien zum Kerngeschäft auszugliedern. Dadurch steigt die Zahl der Transaktionen. Insbesondere in Nordamerika haben aktivistische Investoren bei diversifizierten Chemiekonzernen wie Dow Chemical und DuPont eine Portfoliorestrukturierung angestoßen.

Spannung mit Russland dämpfen M&A-Aktivität in Europa

Seit 2013 ist der Wert der M&A-Transaktionen in der Chemieindustrie um 13 Prozent gestiegen. Insgesamt 60 Prozent aller von A.T. Kearney befragten Studienteilnehmer prognostizieren für 2015 eine weitere Zunahme der M&A-Aktivitäten. Zu dieser Prognose passt auch der kürzlich abgeschlossene Megadeal in Nordamerika zwischen Albemarle und Rockwood für 6,9 Milliarden-Dollar. Die M&A-Aktivität in Europa wird auch 2015 von wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen und den politischen Spannungen mit Russland gedämpft werden.