Registrierungspflichtiger Artikel

China Market Insider China mahnt Deutschland und EU zur „Offenheit“ gegenüber chinesischen Konzernen

Autor / Redakteur: Henrik Bork / Wolfgang Ernhofer

Chinas Interesse an Investitionen in Europa, auch in die chemische Industrie, ist ungebrochen stark. Er hoffe, dass Deutschland und die EU „offen bleiben gegenüber chinesischen Unternehmen“, sagte Chinas Präsident Xi Jinping vergangene Woche in einem Telefonat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. In ihrer Antwort betonte Merkel erneut den Wunsch nach „Reziprozität“ – eine höfliche Floskel für die Forderung nach größerem Marktzugang für europäische Firmen in China.

Firmen zum Thema

Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet PROCESS regelmäßig über den chinesischen Chemie- und Pharmamarkt.
Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet PROCESS regelmäßig über den chinesischen Chemie- und Pharmamarkt.
(Bild: ©sezerozger - stock.adobe.com)

Peking/China – Das Thema, wie die EU auf Chinas Investitionsstrategie im Ausland reagieren sollte, wie „offen“ man insbesondere gegenüber dem Liebeswerben chinesischer Staatsbetriebe sein sollte, mag von der Coronakrise vorübergehend in den Hintergrund gedrängt worden sein. Es bleibt jedoch eines der ganz wichtigen außen- und handelspolitischen Themen der Gegenwart, mit enormen Auswirkungen auf die Zukunft der Chemie- und Energiewirtschaft in Europa.

China ist weltweit führend bei Fusionen und Übernahmen in der chemischen Industrie, seit sein Transaktionsvolumen in dem Sektor im Jahr 2017 das der USA überholt hat. Ab 2010 sind Chinas Auslandsinvestitionen in der Chemieindustrie jährlich durchschnittlich um 80 % gewachsen.