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High-Containment

Chilenischer Arzneimittelhersteller setzt HPAI-Produktionsanlage aus der Schweiz ein

| Autor / Redakteur: Mauro Zocchi* / Gabriele Ilg

Planung ist alles

Um Nachlieferungen nach Chile zu verhindern, musste die Anlage minutiös geplant werden. In der Einleitung zum Angebot stand: 1. IBC-Entleerstation; 2. Station bestehend aus TW-C20-Mahlkopf mit Profi-Flex und Conveyer auf mobiler Hubsäule montiert (mit Antrieb), 3. Station bestehend aus HW-6 mit Antrieb, Profi-Flex und Conveyer auf mobile Hubsäule montiert; 4. Station bestehend aus Conveyer auf Hubsäule zur Fassbefüllung. In der Folge sollen die wichtigsten Elemente beschrieben werden, die zur Erfüllung der hohen Anforderungen beigetragen haben.

1. Station: Diese besteht aus einem Rahmen, der IBC mit Inhalten von 300, 600 und 1000 l aufnehmen kann. Am Auslauf des IBC befindet sich eine Aktivklappe ausgeführt in DN200. Darunter liegt eine Passivklappe mit einem WIP-­Anschluss, womit alle Stellen gespült und die produktberührenden Teile benetzt werden können, um ein Austreten von Produktpartikeln aus dem System wirksam zu verhindern. Im Trichter nach der Passivklappe ist ein Fluidisierungssystem mit antistatischem Filter montiert, und am Auslauf befindet sich ein staubfreier Conveyer-Anschluss. Die erste Station ist im Unterschied zu den drei weiteren Stationen nicht mobil, sie steht also nicht auf Rollen, sondern auf Stahlfüßen, die der erforderlichen Höhe einfach anzupassen sind.

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2. Station: Auf dieser Station geht es um das staubfreie Zuführen von Produkt mithilfe des flexiblen Containment-Systems Profi-Flex. Das optimale Homogenisieren von Produkt übernimmt die Turbo Witt oder genauer TW-C20, die aus einem Mahlkopf mit zylindrischem Sieb besteht und dem Antriebssystem Fredrive angeschlossen wird.

3. Station: Das Herzstück der Anlage besteht aus dem Conveyer-Anschluss; dem Dosiersystem Profi-Valve 150 mit pneumatischem Antrieb zur kontinuierlichen Produktzuführung; dem Einlauftrichter mit Füllstandsensor, um das Überlaufen des Trichters zu verhindern; dem mit Tri-Clamps befestigten Mahlkopf der Hammermühle HW-6, einem Auslauftrichter mit Fluidisierungssystem mit antistatischem Filter gemäß FDA-Norm, dem Antriebssystem Fre­drive mit einer frei regelbaren Drehzahl von 1000 bis 6000 U/min. und der zugehörigen SPS-Steuerung mit Antriebssteuerung, Rezeptverwaltung und Alarmdiagnostik, die im Schaltschrank montiert ist.

4. Station: Zu guter Letzt muss das Produkt abgefüllt werden, was auf der 4. Station geschieht. Auf dem Hubsäulen-Arm ist die Aktivklappe DN200, eine Passivklappe, ein konischer Auslauftrichter und das autonome Entstaubungssystem Profi-Clean 90, das die Oberfläche des antistatischen Abluftfilters von Produktresten reinigt, montiert.

Der Betrieb der ganzen Anlage ist durch Niveausonden geregelt. Jedes einzelne Prozessmodul kann auf der Hubsäule manuell auf die richtige Höhe gebracht und einfach angedockt werden. Der Produkttransfer geschieht mit einem pneumatischen Förderer, der individuell gesteuert werden kann. Die ganze Anlage ist modular aufgebaut und kann einfach den Raumverhältnissen und den Prozessanforderungen des Kunden angepasst werden.

Fazit: Auf der wohl flexibelsten Containment-Anlage, die Frewitt bis dato installiert hat, werden heute in Chile HPAI-Produkte verarbeitet. Basis dafür bilden Expertise und gegenseitiges Vertrauen.

* Der Autor ist Regional Sales Manager bei Frewitt, Granges-Paccot/Schweiz.

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