Newsticker September: Aktuelles aus der Prozessindustrie Wacker hebt erneut Prognose

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Im ständig aktuellen News-Ticker fasst die PROCESS-Redaktion das Geschehen in der Branche kompakt zusammen. Ob Chemie-, Pharma-, oder Lebensmittelindustrie, alle verfahrenstechnischen Themen werden – ebenso wie politische und wirtschaftliche Nachrichten zur Prozessindustrie – zusammengefasst.

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(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

16.09.2021

Köln (dpa) *13:35 Uhr – Biontech-Chef Sahin: Lieblingslehrerin hat Anteil am Corona-Impferfolg

Biontech-Chef Ugur Sahin hat seiner früheren Kölner «Lieblingslehrerin» in einer persönlichen Videobotschaft zum 80. Geburtstag gratuliert und ihren Matheunterricht als wichtigen Beitrag bei der Entwicklung des Corona-Impfstoffs bezeichnet. «Es ist auch Ihrem Unterricht und Ihnen persönlich zu verdanken, dass wir im Januar letzten Jahres mit aller Entschlossenheit begonnen haben, den Impfstoff zu entwickeln», sagte Sahin in seiner Gratulation an Gisela Seulen, wie der «Kölner Stadt-Anzeiger» berichtet. Die damalige Schlussfolgerung, dass sich das Coronavirus vom chinesischen Wuhan aus in die ganze Welt verbreiten werde, sei «nicht komplexer als Oberstufen-Mathe» gewesen.

Die Mathematik helfe ihm, «biologische Mechanismen zu verstehen oder die Zusammenhänge zwischen Krankheiten und der Entwicklung von wirksamen Therapieverfahren», sagte Sahin weiter. Seulen sagte der Zeitung, sie fühle sich von Sahins Botschaft «natürlich gebauchpinselt».

Der Vorstandschef und Mitgründer des Mainzer Unternehmens Biontech war im Alter von vier mit seiner Familie nach Köln gezogen, machte dort Abitur und studierte Medizin. An diesem Freitag zeichnet die Uni Köln ihn und seine Frau, die Forscherin und Biontech-Mitgründerin Özlem Türeci, mit der Ehrendoktorwürde aus.

Pomezia, Italien (ots/PRNewswire) *11:30 Uhr – Alfasigma weiht das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum in Pomezia ein

Mit einer Anfangsinvestition von über 17 Millionen Euro für die Entwicklung von 5600 m2 neuer Labore für pharmazeutische Technologie und analytische Chemie bestätigt Alfasigma sein Engagement für Forschung und Entwicklung. Die Einweihung des Labio 4.0 Marino Golinelli ist Teil einer breit angelegten Unternehmensstrategie mit progressiven Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E ), die es Alfasigma, einem der ersten fünf Pharmaunternehmen mit italienischem Kapital, ermöglichen soll, sich sowohl national als auch international durch Innovation und technologische Entwicklung hervorzuheben.

In dem neuen Mehrzweckzentrum befinden sich die Labors für die Entwicklung innovativer Formulierungen , die F&E-Labors für pharmazeutische Technologie, die F&E-Labors für analytische Entwicklung und die neue F&E-Pilotanlage für feste Lebensmittel, zu der noch die Labors für Biotechnologie und Nanotechnologie hinzukommen werden. Diese Anlage ist eine der Besonderheiten: Sie ist in der Lage, die Produktion von klinisch-experimentellen Chargen für neue Spezialitäten in oraler Form (Granulat, beschichtete und unbeschichtete Tabletten, Kapseln, Chronoide/Minitabs) zu kalibrieren, die in einem Zwischenmaßstab zwischen dem Kilolab (der Größe des technologischen Entwicklungslabors) und der halbindustriellen Produktion arbeiten.

Durch die neue Pilotanlage soll es möglich sein, die Zwischenschritte zwischen der Entwurfsphase und der Umsetzungsphase zu beschleunigen, d. h. Mikroproduktionen mit innovativen pharmazeutischen Formen im Scale-Up (Skalierbarkeit von klein auf groß) und im Scale-Down (Skalierbarkeit von groß auf klein) durchzuführen, indem das Potenzial des Zwischenmaßstabs genutzt wird. Ziel ist es, die bestehenden Verfahren zu optimieren und die in den Technologielabors entwickelten Verfahren vor der Industrialisierungsphase besser zu charakterisieren, was sich auf die Ressourcen und den Zeitplan auswirkt.

Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate (ots/PRNewswire) *08:03 Uhr – ADQ will Schweizer Pharmaunternehmen Acino übernehmen

ADQ, eine Holdinggesellschaft mit breitem Portfolio großer Unternehmen aus allen wichtigen und diversifizierten Wirtschaftssektoren von Abu Dhabi, hat eine endgültige Vereinbarung über die Übernahme von Acino mit Sitz in der Schweiz, einem führenden Anbieter hochwertiger Pharmazeutika mit Schwerpunkt auf wachstumsführende Märkte im Nahen Osten, Afrika, Lateinamerika, Russland, der Ukraine und der GUS-Region, abgeschlossen.

Mit der Akquisition von Acino beabsichtigt ADQ, eine integrierte Pharmaplattform in ausgewählten wachstumsführenden Märkten mit Funktionen zur Formulierungsentwicklung, Zulassung, Herstellung und Vermarktung zu schaffen. Anfang dieses Jahres erwarb das Unternehmen die Amoun Pharmaceutical Company, einen der führenden Hersteller, Vertriebshändler und Exporteure von pharmazeutischen und Tiergesundheitsmarkenprodukten in Ägypten, und Pharmax Pharmaceuticals, ein pharmazeutisches Unternehmen mit Sitz in den VAE, das erschwingliche Markengenerika herstellt und vermarktet. Darüber hinaus erwarb ADQ eine Minderheitsbeteiligung an der in Indien ansässigen Biocon Biologics, die sich auf die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung qualitativ hochwertiger, erschwinglicher Biosimilars in allen globalen Märkten spezialisiert hat.

15.09.2021

München (dpa) *18:30 Uhr – Wacker Chemie hebt erneut Prognose

Der Spezialchemiekonzern Wacker Chemie profitiert weiter von hohen Polysilicium-Preisen und einer sehr starken Nachfrage in seinen Chemiebereichen. Das Münchener Unternehmen hob daher am Mittwoch nach Börsenschluss seine Jahresprognosen für Umsatz und operatives Ergebnis erneut an.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen dürfte 2021 zwischen 1,2 und 1,4 Milliarden Euro liegen, nachdem Wacker bisher mit 900 Millionen bis 1,1 Milliarden operativem Gewinn gerechnet hatte. Der Umsatz soll von 4,7 Milliarden Euro im Vorjahr nun auf rund 6 Milliarden Euro steigen. Bisher hatte das Management rund 5,5 Milliarden Euro als Ziel ausgegeben.

Im laufenden dritten Quartal rechnet Wacker mit einem Umsatz in der Größenordnung von 1,6 Milliarden Euro, das operative Ergebnis soll voraussichtlich bei etwa 400 Millionen Euro liegen.

Köln (dpa/lnw) *13:32 Uhr – Salzsäure in Coca-Cola-Werk ausgetreten – ein Mitarbeiter in Klinik

In einem Werk des Getränkeherstellers Coca-Cola in Köln ist am Mittwoch Salzsäure ausgetreten. Ein Mitarbeiter kam zeitweise in eine Klinik - nach Angaben der Firma und der Feuerwehr aber rein vorsorglich. Wie Coca-Cola mitteilte, war der Austritt der Säure am frühen Mittwochmorgen bemerkt worden. Man habe daraufhin die Mitarbeiter in Sicherheit gebracht und die Feuerwehr gerufen. Der «Kölner Stadt-Anzeiger» (Mittwoch) berichtete.

Die Einsatzkräfte fanden nach eigenen Angaben eine Leitung vor, aus der eine geringe Menge Salzsäure tropfte. Sie verwendeten Abstreumaterial und schlossen das Leck. Alle weiteren Messungen im Einsatzbereich seien danach unauffällig geblieben. Allerdings musste die Straße am Werk für den Einsatz gesperrt werden. Am Mittag teilte Coca-Cola mit, der Einsatz sei beendet und der Mitarbeiter nicht mehr im Krankenhaus. Eine Gefahr für Anwohner habe wegen des Austritts der Säure nicht bestanden.

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