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Kommunikationsplattform Chemieverbände befürworten Branchendialog mit Wirtschaftsministerium

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und die Spitzenorganisationen der chemischen Industrie - VCI, IG BCE und BAVC - haben heute die Ergebnisse ihres seit zwei Jahren laufenden Branchendialogs positiv bewertet. Es sei ein wichtiges und positives Zeichen, gemeinsam Lösungen für mehr internationale Wettbewerbsfähigkeit zu entwickeln.

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Der Branchendialog soll auch nach der Bundestagswahl fortgesetzt werden.
Der Branchendialog soll auch nach der Bundestagswahl fortgesetzt werden.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Frankfurt – Zur Präsentation des zweiten Monitoringberichts traf Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries mit den Spitzenvertretern der Branche in Berlin zusammen. VCI-Präsident Kurt Bock, der IG BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis und BAVC-Präsidentin Margret Suckale sprachen sich für eine Fortsetzung des Kommunikationsformats auch über die Bundestagswahl hinaus aus. Kernthemen des Dialogs sind Innovation, Industriepolitik, Energie- und Klimapolitik sowie Chemikaliensicherheit und Fachkräftesicherung.

„Wir wollen die Wettbewerbsfähigkeit der chemischen Industrie in Deutschland steigern. Derzeit evaluieren wir anhand konkreter Praxisbeispiele wie sich die bestehenden gesetzlichen Rahmenbedingungen auf die Innovationstätigkeit auswirken. Der Erfolg des Branchendialogs wird nun durch den zweiten Monitoringbericht bestätigt. Daher liegt mir die Fortsetzung des Branchendialogs über die laufende Legislaturperiode hinaus sehr am Herzen“, so Zypries.

VCI-Präsident Bock betonte die Bedeutung des Themas Innovation für die Branche: „Als forschungsstarke Branche brauchen wir innovationsfreundliche Rahmenbedingungen, um dauerhaft wettbewerbsfähig zu bleiben. Mit einem Innovationscheck in der Gesetzesfolgenabschätzung könnten Regelungen darauf geprüft werden, ob sie Innovationen fördern oder behindern.“ Bock sagte außerdem, dass die energieintensive Chemieindustrie wettbewerbsfähige Energiepreise brauche, um auch zukünftig am Standort Deutschland investieren zu können. „Wir begrüßen es sehr, dass das BMWi im Rahmen des Branchendialogs eine Denkfabrik eingerichtet hat, die sich mit einer energiepolitischen Strategie für die Zeit nach 2020 auseinandersetzt.“

Chemiebranche im digitalen Wandel

„Eine der zentralen Herausforderungen der Zukunft ist die Frage, wie die Digitalisierung die beruflichen Anforderungen verändert. Sicher ist: Wir brauchen in der neuen Arbeitswelt eine veränderte Architektur der Bildung und der Arbeitsförderung. Weiterbildung und Qualifikation sind der Schlüssel für Gute Arbeit im digitalen Wandel. Welche Instrumente wir dafür brauchen, darüber wollen wir auch in Zukunft im Branchendialog diskutieren“, sagte Michael Vassiliadis, Vorsitzender der IG BCE. Dazu gehöre auch, die Arbeitswelt im Sinne der Beschäftigten zu gestalten. Der Strukturwandel müsse bewältigt werden, ohne dass Menschen arbeitslos oder krank vor unregulierter Arbeit werden. „Das geht nur mit Tarifverträgen und einer Mitbestimmung 4.0, die die Rechte von Betriebsräten stärkt“, so Vassiliadis.

Das Digitalisierung der zentrale Innovations- und Wachstumstreiber unserer Zeit ist, dabei waren sich alle einig. „Bei der Gestaltung der digitalen Arbeitswelt kommt der Aus- und Weiterbildung eine Schlüsselrolle zu. Gemeinsam mit BMWi, IG BCE und VCI setzen wir uns im Rahmen des Branchendialogs dafür ein, die duale Ausbildung als attraktive Alternative zu einem Hochschulstudium bei Schülern, Lehrern und Eltern zu verankern“, unterstrich Margret Suckale, Präsidentin des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie.

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