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Jubiläum Chemiestandort Leuna feiert 100 Jahre – 30-Millionen-Invest als „Geschenk“

| Redakteur: Dr. Jörg Kempf

So ein „Geburtstagsgeschenk“ kann sich sehen lassen. Im Jubiläumsjahr 2016 sollen rund 30 Millionen Euro in die Modernisierung des Chemieparks Leuna, den nach eigenen Angaben größten Chemiestandort Deutschlands, fließen.

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Dr. Christof Günther, Geschäftsführer der Infraleuna: „Dieses großartige Jubiläum verlangt einfach nach einer gebührenden Würdigung."
Dr. Christof Günther, Geschäftsführer der Infraleuna: „Dieses großartige Jubiläum verlangt einfach nach einer gebührenden Würdigung."
(Bild: Infraleuna)

Leuna – Im kommenden Jahr begeht der Standort Leuna sein 100-jähriges Jubiläum, zugleich wird Standortbetreiber Infraleuna zwanzig Jahre. Für beide ein guter Grund zum Feiern, denn der Chemiestandort Leuna hat sich zu einem attraktiven und international wettbewerbsfähigen Chemiestandort entwickelt.

Die Leuna-Werke spielten seit ihrer Gründung im Jahre 1916 in der deutschen Industriegeschichte eine bedeutende Rolle. Sie haben auf wichtigen Gebieten sogar die weltweite Entwicklung der Chemie geprägt. „Dieses großartige Jubiläum verlangt einfach nach einer gebührenden Würdigung. Wir bereiten es mit unseren Partnern in Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung engagiert vor und wollen es zu einem Höhepunkt für die ganze Region machen.", so Dr. Christof Günther, Geschäftsführer der Infraleuna.

Im Jubiläumsjahr sind zahlreiche Veranstaltungen geplant, angefangen von verschiedenen Ausstellungen über eine Festwoche zum 100-jährigen Jubiläum im Mai bis hin zum Tag der offenen Tür am 3. September 2016. Ein erster Höhepunkt wird am 3. März 2016 der Festakt „100 Jahre Chemiestandort Leuna“ im cCe Kulturhaus Leuna sein.

Zudem sollen im Jubiläumsjahr die Weichen für die Zukunft gestellt werden – und zwar mit einer kräftigen Geldspritze: so sollen für die Modernisierung des Chemieparks rund 30 Millionen Euro in die Hand genommen werden. „Damit wurden seit 2014 insgesamt rund 100 Millionen Euro in den Standort investiert“, so Günther. Die Investition soll in die Erneuerung der Infrastruktur fließen, wie Energie, Abwasser und Logistik.

Auch die im Chemiepark angesiedelten Unternehmen wollen im kommenden Jahr kräftig in den Geldbeutel greifen: Rund 45 Millionen Euro allein für neue Anlagen und Technik sind im Gespräch. „Darunter Leuna Harze, die 15 Millionen Euro investiert, und die Xentrys Leuna, die rund 20 Millionen Euro für eine neue Folienanlage ausgibt. Die französische Firma Global Bioenergies plant eine neue Anlage für Chemikalien auf biologischer Basis für etwas 10 Millionen Euro“, nennt Günther drei Beispiele. (Quelle: Infraleuna, dpa, VDI nachrichten)

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