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Chemicals Trends Report Chemieproduktion in der EU leicht rückläufig

| Redakteur: Alexander Stark

Cefic hat den Chemicals Trends Report veröffentlicht. Demnach ist die Chemieproduktion in der EU in den ersten vier Monaten des Jahres um 0,7 % zurückgegangen.

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Cefic hat den Chemicals Trends Report veröffentlicht.
Cefic hat den Chemicals Trends Report veröffentlicht.
(Bild: Cefic)

Brüssel/Belgien – Weitere Entwicklungen auf dem Chemiemarkt sind Produzentenpreise, die im gleichen Zeitraum um 3,8 % gesunken sind sowie rückläufige Absatzzahlen (-3,1 %) verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Abgesehen von "andere Chemieprodukte", "Pflanzenschutz" und "Kosmetik", bleiben alle Sektoren der Chemiebranche hinter den Zahlen vor der Krise 2008 zurück.

In den folgenden Sektoren ist die Produktion in den ersten vier Monaten 2016 gestiegen:

  • Farbstoffe und Pigmente: 3,1 %
  • Kunststoff in Grundform: 2,7 %
  • Parfum und Toilettenartikel: 2,4 %
  • andere Chemieprodukte: 1,4 %
  • Farben und Beschichtungen: 1,3 %
  • synthetischer Gummi: 0,8 %
  • Industriegase; 0,7 %

Rückläufiges Wachstum wurde in den folgenden Branchen verzeichnet:

  • Agrochemie: -11,2 %
  • andere anorganische Grundstoffe -2,7 %
  • Seifen und Waschmittel: -1,8 %
  • Petrochemie: -0,7 %

Die Kapazitätsauslastung blieb im ersten Quartal unverändert und bewegt sich am langfristigen Durchschnitt. Verglichen mit dem vierten Quartal 2015, haben sich die Beschäftigungszahlen im ersten Quartal leicht verbessert. Der Netto-Handelsüberschuss in der EU betrug 9,8 Mrd. Euro. Dies entspricht einer Zunahme von 0,3 Mrd. Euro im Vergleich mit dem ersten Quartal 2015.

Handel mit Drittländern

Der Außenhandelsüberschuss der EU-Länder mit anderen europäischen Märkten betrug 2,6 Mrd. Euro und ist damit 0,8 Mrd. Euro höher als im ersten Quartal 2015. Diesen Zahlen liegt ein starker Rückgang (-19,1 %) von EU-Importen aus Russland zugrunde. Exporte aus EU-Ländern nach Russland gingen um 6,7 % oder 129 Mio. Euro zurück.

Die Chemiebranche in der EU verzeichnete im Q1 2016 nach wie vor ein Handelsdefizit mit Südkorea, Japan und Indien. Alleine für diese drei Länder betrug das Handelsdefizit 578 Mio. Euro in diesem Zeitraum. Der EU-Handelsüberschuss mit Asien – ausgenommen Japan und China – erhöhte sich um 149 Mio. Euro auf 1,78 Mrd. Die Nettohandelsbilanz von Chemieprodukten mit China hat sich weiter erhöht und betrug im Q1 2016 117 Mio. Euro. Der Außenhandelsüberschuss mit den USA sank um 0,43 Mrd. Euro auf 1,07 Mrd.

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