Wirtschaftliche Entwicklung Chemieindustrie und ihre Abnehmer erwarten positive Entwicklung

Redakteur: Sonja Beyer

Der Aufschwung kommt inzwischen in der Chemie und bei ihren Abnehmern an, hat eine Studie von A.T. Kearney ergeben. Auch die Erwartungen fürs nächste Jahr sind positiv. Mehr dazu lesen Sie hier.

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Düsseldorf – In der europäischen Chemieindustrie und bei ihren Kunden materialisiert sich der Wirtschaftsaufschwung. Zu diesem Ergebnis kommt eine europaweite Befragung von A.T. Kearney, Chemanager Europe und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, die im Juni und Juli unter 110 Führungskräften aus 15 Ländern durchgeführt wurde.

„Nachdem die Nachfrage nach Chemieprodukten in der Krise massiv eingebrochen war, entwickelt sie sich aktuell über Marktniveau“, beschreibt Dr. Tobias Lewe von A.T. Kearney das konjunkturelle Stimmungsbild der Branche. 85 Prozent der teilnehmenden Chemieunternehmen verzeichneten in den letzten zwölf Monaten einen Nachfrageanstieg. Bei mehr als jedem vierten Unternehmen legte sie um mehr als 30 Prozent zu. Auch die Preise für Chemikalien haben einen deutlichen Anstieg verbucht. Zudem meldeten 80 Prozent der Chemieunternehmen eine Verbesserung der Produktionsauslastung um bis zu 30 Prozent.

Die Erwartungen bekräftigen die positive Entwicklung: Mehrheitlich erwarten Lieferanten und Kunden, dass die Nachfrage nach ihren Produkten in den nächsten zwölf Monaten weiter zulegen wird. Auch für die Entwicklung der Rohstoffpreise prognostizieren die Teilnehmer einen Anstieg.

Maßnahmen in der Krise

Über die Hälfte der Befragten beider Gruppen hat darüber hinaus in den letzten zwölf Monaten ihre Lagerbestände verringert. „Eine Lehre aus der Wirtschaftskrise“, erläutert Dr. Marc Vathauer, Senior Manager bei A.T. Kearney. „Viele Unternehmen hatten bereits während des Konjunkturabschwungs ihre Bestände deutlich gesenkt. Durch eine weitere Verringerung versuchen die Unternehmen, sich besser vor möglichen Absatz- und Rohstoffpreisschwankungen zu schützen.“

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