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Länderreport Usbekistan

Chemieindustrie in Zentralasien

| Autor/ Redakteur: Dr. Jens Uwe Strohbach, Germany Trade and Invest / Wolfgang Ernhofer

Usbekistans Chemie und Petrochemie zählen mit einem Anteil von rund fünf Prozent an der Industrieproduktion zu den wichtigsten Branchen des Landes. Schwerpunkte liegen auf Düngemittel sowie Gas- und Ölverarbeitung.

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Die Modernisierungs- und Ausbauvorhaben in der Chemie-, Kunststoff-, Gummi-, Pharma- und petrochemischen Industrie in Usbekistan bieten deutschen Maschinen- und Ausrüstungslieferanten interessante Absatzchancen
Die Modernisierungs- und Ausbauvorhaben in der Chemie-, Kunststoff-, Gummi-, Pharma- und petrochemischen Industrie in Usbekistan bieten deutschen Maschinen- und Ausrüstungslieferanten interessante Absatzchancen
(Bild: wikimedia commons)

Taschkent – Viele Betriebe der chemischen Industrie in Usbekistan müssen ihre Anlagen dringend erneuern. Die Regierung verabschiedete mittelfristige Modernisierungs- und Ausbauprogramme für den Sektor. Das Gros seines Bedarfs an veredelten Chemie-, Kunststoff- und Gummierzeugnissen sowie Pharmaka deckt das Land durch Importe.

Marktentwicklung/-bedarf

In den Förderzweigen (Gas, Öl und Erze), im verarbeitenden Gewerbe, namentlich in der Textil-, Kfz- und elektrotechnischen Industrie, und in der Bauwirtschaft zieht die Nachfrage nach Chemieprodukten an. Die Haushalte geben mehr für Kosmetika, Waschmittel, Farben/Lacke, Arzneimittel (hohe Importanteile am wertmäßigen Verbrauch von 70% bis 90%) und Kunststofferzeugnisse aus. Bei der Einschätzung der Marktentwicklung sind das niedrige Ausgangsniveau, die knappen Finanzressourcen der Betriebe und die geringe Kaufkraft der Bevölkerung zu berücksichtigen.

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Rohstoffexporte für Chemieindustrie Usbekistans

Die großen Chemiebetriebe decken ihren Rohstoffbedarf zu gut einem Drittel durch Auslandsbezüge. In kleine Firmen ist diese Quote deutlich höher. Doch auch Usbekistan selbst verfügt über beträchtliche Rohstoffe für die Chemieindustrie (Öl, Gas, Phosphate, Natriumkarbonat etc.). Der Gaschemiekomplex Schurtan bietet Kooperationschancen im Sektor Polymererzeugnisse. Nach der abgeschlossenen Modernisierung des zum Hüttenkombinat NGMK Nawoi gehörenden Phosphatwerkes (geplanter Ausstoß 2012: 600.000 t Phosphorkonzentrat und 200.000 t Phosphormehl) folgen weitere Projekte in der Düngemittelsparte.

Die Modernisierungs- und Ausbauvorhaben in der Chemie-, Kunststoff-, Gummi-, Pharma- und petrochemischen Industrie bieten deutschen Maschinen- und Ausrüstungslieferanten interessante Absatzchancen. Die staatlich gelenkten Branchenvereinigungen O´zkimyosanoat und O´zfarmasanoat, deren Unternehmen das Geschehen in der Chemie- und Pharmabranche wesentlich bestimmen, und die Öl- und Gasholding O´zbekneftgaz (Gas- und Ölverarbeitung) verfügen über ein mittelfristiges Projektportfolio mit einem Wert von mehr als 10 Mrd. US$. Der Maschinenpark in der Chemie- und Pharmaproduktion ist zu mehr als 50% verschlissen.

Tabellen, Zahlen und weitere Fakten zur Chemieindustrie in Usbekistan finden Sie in der Bildergalerie des Artikels.

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