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Länderreport Malaysia

Chemieindustrie in Südostasien

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Agrochemikalien

Der Markt für Agrochemikalien, außer Düngemitteln, schrumpfte 2011 um geschätzte 7% auf rund 600 Mio. RM und dürfte auch 2012 kaum wachsen. Wesentliche Herausforderungen sind der akute Mangel an landwirtschaftlichen Arbeitskräften und der zunehmende "Marktanteil" gefälschter Produkte, konstatierte Herbert Dittmar, Geschäftsführer der Bayer Co. (Malaysia) im Gespräch mit Germany Trade & Invest. Für spezifische Anwendungen, wie die Hybridisierung von Saatgut, sehen Chemievertreter ein stärkeres Wachstum.

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Wesentlich größer als der Markt für Pestizide und Herbizide ist der für Düngemittel, die staatlich subventioniert sind und zu 90% importiert werden. Nachdem Malaysia 2010 3,6 Mio. t im Wert von 4,9 Mrd. RM verbrauchte, stieg die Nachfrage 2011 auf 4,1 Mio. t und 5,4 Mrd. RM. Rund drei Viertel der Gesamtmenge kommen auf den Palmölplantagen zum Einsatz. Mit einer Erzeugung von 18,9 Mio. t im Jahr 2011 (Vorjahr: 17,0 Mio.) ist Malaysia einer der weltweit größten Produzenten von Palmöl. Es wird zu rund 90% exportiert, ist einer der wichtigsten Devisenbringer, dient aber auch als Rohstoff für die oleochemische lndustrie und wird in der Nahrungsmittel- und Kosmetikindustrie sowie als Biotreibstoff eingesetzt.

Farben und Lacke

Die Aussichten für den Verkauf von Farben und Lacken sind 2012 mit einem Zuwachs zwischen 3 und 5% etwas getrübt. Der Wohnungsbau expandiert aufgrund von Sättigungstendenzen nicht mehr so stark wie bisher. Dagegen ziehen öffentliche Infrastrukturprojekte auf Schiene und Straße an.

Arzneimittelindustrie

Den Arzneimittelmarkt beziffert die Malaysian Organisation of Pharmaceutical Industries (MOPI) für 2011 auf rund 5 Mrd. RM. Er dürfte in den kommenden Jahren um 8 bis 10% wachsen, so die Schätzung des MOPI-Präsidenten Leonard Ariff Shatar im Gespräch mit Germany Trade & Invest. Nach den Prognosen der Analysten von IMS Health schwächt sich der Zuwachs 2012 auf 7% (Vorjahr: +12,7%) ab und erreicht ein Volumen von 4,5 Mrd. RM. Rund zwei Drittel des Bedarfs müssen durch Importe gedeckt werden. Etwa die Hälfte des Pharmaumsatzes entfällt laut Verbandsangaben auf Generika. Überdurchschnittlich nimmt der Verkauf von dermatologischen und Antiinfektionsmitteln zu. Auch greifen die Verbraucher verstärkt zu frei verkäuflichen Präparaten.

Kosmetika/Reinigungsmittel

Die Nachfrage malaysischer Privathaushalte nach Körperpflegeprodukten, Kosmetika, Reinigungsmitteln, verarbeiteten Lebensmitteln sowie Kunststoffwaren wächst. Die Reallöhne steigen und so kann der Konsum 2012 mit real 6 bis 7% ähnlich stark zulegen wie im Vorjahr. Die muslimischen Verbraucher kaufen vermehrt als "halal" zertifizierte Waren, die im Kosmetiksegment bereits 10 bis 20% des Umsatzes ausmachen.

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