Länderreport Japan

Chemieindustrie im Schatten des Fuji

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Kosmetika und Arzneimittel in Japan

Die Umsätze mit Kosmetika fielen dem METI zufolge 2011 um 1,2% auf rund 1,4 Bill. Yen. Auch längerfristig dürfte sich der Inlandsmarkt vor allem wegen der schrumpfenden und alternden Bevölkerung eher zurückentwickeln. Vor diesem Hintergrund wenden sich die großen Konzerne zunehmend den Schwellenländern und hier vor allem der VR China zu.

Der Markt für Arzneimittel wuchs 2011 um 6,9% auf rund 9,48 Bill. Yen, dürfte 2012 allerdings wegen verordneter Preissenkungen von 6% für verschreibungspflichtige Medikamente wieder stagnieren. Der 2010/11 ausgelaufene Patentschutz für einige sehr umsatzträchtige Mittel sorgt bei den heimischen Herstellern für Bewegung. Generika erhalten viel Aufmerksamkeit.

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Petrochemie in Japan

Im Jahr 2011 produzierte Japan 6,7 Mio. t Ethylen. Dies war ein neuer historischer Tiefstand. Laut dem Vorsitzenden der Japan Petrochemical Industry Association, K. Takahashi waren die Gründe vor allem Maßnahmen zur Liquiditätsverknappung in der VR China und die Schuldenkrise in Europa, die die chinesischen Exporte negativ beeinflusste.

Für 2012 sei mit einer insgesamt schwachen petrochemischen Nachfrage zu rechnen. Allerdings könne gegen Jahresende eine Belebung erwartet werden. Vor dem Hintergrund neuer Anlagen in der VR China und im Mittleren Osten forderte Takahashi die heimische Branche auf, ihre Ethylenkapazitäten anzupassen. Geplante Restrukturierungsmaßnahmen wie die zwischen Asahi Kasei und Mitsubishi Chemical wurden bisher nicht angegangen.

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