Suchen

Chem-Cologne Chemieforum 2017

Chemieindustrie im Rheinland gut für die Zukunft gerüstet?

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

„Chemie im Rheinland: Heute spitze – und morgen…?“, war der Titel des 11. Chem-Cologne Chemieforums. Gut 200 Besucher aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden versammelten sich im Leverkusener Bay-Komm, um relevante Themen rund um die Wettbewerbsfähigkeit der Chemieindustrie im Rheinland zu diskutieren.

Firmen zum Thema

Freuen sich über ein gelungenes Chemieforum (v.l.): Dr. Günter Hilken (Geschäftsführung Currenta), Dr. Clemens Mittlviefhaus (Vorstandsvorsitzender Chem Cologne), NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart, Dr. Klaus Schäfer (Vorstand Covestro), Friedrich Überacker (Schatzmeister Chem Cologne)
Freuen sich über ein gelungenes Chemieforum (v.l.): Dr. Günter Hilken (Geschäftsführung Currenta), Dr. Clemens Mittlviefhaus (Vorstandsvorsitzender Chem Cologne), NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart, Dr. Klaus Schäfer (Vorstand Covestro), Friedrich Überacker (Schatzmeister Chem Cologne)
(Bild: Chem Cologne / susanne troll fotografie)

Leverkusen; Köln – Das alle zwei Jahre stattfindende Chem-Cologne Chemieforum bündelt Kompetenzen aus Politik, Wirtschaft und Verbänden. Traditionell fand es 2017 – wie die letzten Jahre auch – im Kommunikationszentrum von Bayer in Leverkusen statt.

Nach den Begrüßungsworten von Dr. Clemens Mittelviefhaus (Vorstandsvorsitzender Chem-Cologne) und Dr. Günter Hilken (Vorsitzender der Geschäftsführung der Currenta) fand die Rede von NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) eine hohe Beachtung, so die Veranstalter.

Er kündigte den Bürokratieabbau durch die Umsetzung des Entfesselungspakets I an, welches die Landesregierung beschlossen hat. Zudem bezog er Stellung zu den Genehmigungszeiten für Industrievorhaben: „Es kann nicht sein, dass in anderen Teilen der Republik oder in den Niederlanden ein Vorhaben in sechs Monaten genehmigt wird, wofür wir in Nordrhein-Westfalen 24 Monate benötigen. Da müssen wir besser werden.“ Er lud gleichzeitig die Industrievertreter ein, das Gespräch mit den Behördenvertretern zu suchen, um Verbesserungen in den Abläufen zu erreichen.

Vorträge zur Zukunftsentwicklung und Brexit

Die Vorträge zum Brexit von Attila Gerhäuser (VCI Leiter Europabüro Brüssel) und zur nachhaltigen und grenzüberschreitenden Zukunftsentwicklung der Chemieindustrie von Eric Appelman (Chemelot, Niederlande) rundeten den Vormittag ab, bevor am Nachmittag zur Zukunft der Chemie diskutiert wurde.

Nach dem Impulsvortrag von BASF-Chefökonom Dr. Peter Westerheide, standen Dr. Klaus Schäfer (Vorstand Covestro), Dr. Heinrich Bottermann auf (Staatssekretär Umweltministerium NRW), Prof. Dr. Holger Rogall (Direktor Institut für Nachhaltigkeit) und Karl-Heinz Stauten (Geschäftsführer RWE Power) auf der Bühne. Es entwickelte sich eine kontroverse und teils hitzige Diskussion, insbesondere zur Energiewende. Rogall machte deutlich, dass nur die höchstmöglichen Anstrengungen bei der CO2-Minderung gerade gut genug sind um den globalen Klimaproblemen zu entgegnen.

Einigkeit herrschte darüber, dass die rheinische Chemieindustrie mit ihren innovativen Produkten einen großen Beitrag zur Effizienzsteigerung leistet um den CO2-Ausstoß zu minimieren. „Wir werden auch in zwanzig Jahren eine wettbewerbsfähige Chemieindustrie im Rheinland vorfinden“, war sich Bottermann abschließend sicher.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 44943631)