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Chemonitor-Umfrage

Chemieindustrie hat gute Laune

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Keine Katerstimmung in der Chemieindustrie: Manager deutscher Chemieunternehmen blicken optimistisch in die Zukunft. Der Konflikt in der Ukraine, Schiefergas in den USA und die Angst vor Rohstoffengpässen, können die gute Laune nicht trüben. Die Chemonitor-Umfrage hat Prognosen von rund 200 Entscheidern eingeholt.

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Die Stimmung in der Chemieindustrie ist so gut, wie schon lange nicht mehr.
Die Stimmung in der Chemieindustrie ist so gut, wie schon lange nicht mehr.
( Bild: PublicDomainPictures; CC0; http://pixabay.com/en/graph-growth-finance-profits-163509/; http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/ )

München – Die Stimmung in der deutschen Chemieindustrie hat Anfang 2015 den höchsten Stand seit zwei Jahren erreicht. Die Standortbedingungen in Deutschland bewerten zu Jahresbeginn mehr als 80 % der Manager als "gut" oder "sehr gut". Das geht aus der aktuellen Chemonitor-Umfrage von Chemanager und der Strategie- und Organisationsberatung Camelot Management Consultants unter mehr als 200 Entscheidern der deutschen Chemiebranche hervor.

Fast drei Viertel der befragten Chemiemanager rechnen 2015 mit steigenden Umsätzen und Gewinnen. Für 83 % der befragten Entscheidungsträger hat organisches Wachstum höchste strategische Priorität, knapp zwei Drittel setzen allerdings parallel auch auf Kostensenkungsprogramme.

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Den Russlandkonflikt und die Sanktionen von EU und den USA bewerten die meisten deutschen Chemieunternehmen als eher abstrakte Gefahr, die sich zwar negativ auf die deutsche Chemieindustrie auswirke, allerdings kaum auf das eigene Unternehmen. Selbst die Versorgung mit Gas, Öl und anderen Rohstoffen halten acht von zehn Chemiemanagern für nicht gefährdet. Lediglich die Auswirkungen des Konflikts auf Exporte in die Krisenregion und Russland bewerten mehr als die Hälfte als problematisch. Weniger als fünf Prozent der befragten Chemieunternehmen denken über eine Anpassung ihrer Strategie wegen des Konflikts nach.

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Niedrige Ölpreise, ein schwacher Euro und eine robuste Inlandskonjunktur: Die deutschen Chemiemanager schauen so optimistisch in die Zukunft wie seit Jahren nicht mehr: „Mehr als 80 % der von uns befragten Chemieentscheider bewerten die Standortbedingungen in Deutschland als gut oder sehr gut. Das ist der höchste Wert seit 2013“, sagt Dr. Josef Packowski, Managing Partner bei Camelot. „Deutlich mehr als die Hälfte der Befragten erwarten 2015 Zuwächse bei Cash Flow, Umsatz und Gewinn.“

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