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VCI-Quartalsbericht IV/2016

Chemiegeschäft legt im Jahres-Endspurt zu

| Redakteur: Matthias Back

Das Chemiegeschäft in Deutschland hellt sich zum Jahresende 2016 hin auf.
Das Chemiegeschäft in Deutschland hellt sich zum Jahresende 2016 hin auf. (Bild: geralt/gemeinfrei / CC0)

Ende Gut, alles Gut. So oder so ähnlich könnte das Fazit für das Chemiejahr 2016 der deutschen Unternehmen treffend zusammengefasst werden. Die Branchenproduktion ist im Vergleich zum Vorquartal nahezu stabil und sowohl die Preise als auch der Branchenumsatz konnten leicht gesteigert werden. Wie genau sich das Chemiegeschäft im letzten Quartal 2016 entwickelt hat und mit welcher Prognose der VCI das Jahr 2017 angeht, lesen Sie in unserem Beitrag.

Frankfurt a. M. – Das wenig dynamische Geschäftsjahr 2016 ist für die chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland mit einem versöhnlichen vierten Quartal zu Ende gegangen. Das geht aus dem aktuellen Quartalsbericht hervor, den der Verband der Chemischen Industrie (VCI) veröffentlicht hat. Die Produktion von Chemikalien blieb demnach gegenüber dem Vorquartal nahezu stabil. Der Branchenumsatz stieg hingegen zum zweiten Mal in Folge, unter anderem weil sich Chemieprodukte aufgrund steigender Ölpreise weiter verteuerten. Wachstumsimpulse kamen vor allem aus dem Handel mit Asien und Nordamerika, während das Inlandsgeschäft insgesamt noch nicht in Schwung kam. In der Spezial- und Konsumchemie sowie bei Pharmazeutika setzte sich der Aufwärtstrend durch.

VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann sagte zur konjunkturellen Lage der Branche: „Wir leben in wirtschaftlich schwer vorhersagbaren Zeiten. Zum einen befindet sich der Welthandel weiterhin in einer Schwächephase. Zum anderen sieht sich die EU mit dem Brexit sowie zahlreichen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert. Vor diesem Hintergrund entwickelt sich die industrielle Nachfrage nach Chemikalien wenig dynamisch. Das deutsche Chemiegeschäft wächst langsam.“

Prognose

Der VCI geht für 2017 weiterhin von einem Anstieg der Chemieproduktion um 0,5 Prozent aus. Die Chemikalienpreise werden voraussichtlich 1 Prozent zulegen, wodurch der Branchenumsatz um 1,5 Prozent auf 185,7 Milliarden Euro steigt.

Produktion

Die Chemieproduktion in Deutschland ist im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal leicht um 0,2 Prozent gesunken. Im Vergleich zum schwachen Vorjahresquartal stieg die Produktion um 1,4 Prozent. Die Kapazitätsauslastung der Branche lag bei 84,9 Prozent.

Erzeugerpreise

Die Preise für Chemikalien sind im vierten Quartal erneut gestiegen. Im Vergleich zum dritten Quartal verteuerten sich Chemieprodukte um 0,5 Prozent. Sie waren aber immer noch 0,7 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor.

Umsatz

Der Umsatz der Branche verbesserte sich aufgrund der gestiegenen Preise im vierten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 1,6 Prozent auf 43,1 Milliarden Euro. Sowohl das Inlands- als auch das Auslandsgeschäft konnte dabei zulegen. Im Vergleich zum Vorjahr blieb der Umsatz unverändert.

Beschäftigung

Die Zahl der Arbeitsplätze in der Chemie blieb im vierten Quartal im Vergleich zum Vorquartal erneut stabil. Die Branche beschäftigt derzeit 446.000 Mitarbeiter und damit genauso viel wie ein Jahr zuvor.

Das Marktbarometer der Chemie- und Prozessindustrie aus den jeweiligen Print-Ausgaben.

Milliardenspiel um die Zukunft der Chemie (Bildergalerie Marktbarometer)

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