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Studie: Digitalisierung Chemiebranche setzt digitale Transformation zögerlich um

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Deutsche Chemieunternehmen sind sich der Herausforderung der Digitalisierung für ihre Branche und der damit verbundenen notwendigen Transformation bewusst. Ein Großteil kümmert sich jedoch bislang zu wenig um die Umsetzung. Das ist eines der Kernergebnisse der Studie „Zeit zum Aufblühen – digitale Transformation der chemischen Industrie“ von KPMG.

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„Es ist entscheidend, dass Unternehmen sich so schnell wie möglich einen Überblick über aktuelle branchenspezifische Lösungsansätze verschaffen und sich gleichzeitig in der gemeinsamen Entwicklung von Testbeds engagieren. Nur auf diese Weise kann eine nachhaltige, schnelle und finanziell realisierbare digitale Transformation sichergestellt werden“, sagt Vic Lakshman, Head of Chemicals & Pharmaceuticals bei KPMG Deutschland.
„Es ist entscheidend, dass Unternehmen sich so schnell wie möglich einen Überblick über aktuelle branchenspezifische Lösungsansätze verschaffen und sich gleichzeitig in der gemeinsamen Entwicklung von Testbeds engagieren. Nur auf diese Weise kann eine nachhaltige, schnelle und finanziell realisierbare digitale Transformation sichergestellt werden“, sagt Vic Lakshman, Head of Chemicals & Pharmaceuticals bei KPMG Deutschland.
(Bild: © Coloures-pic - Fotolia)

Frankfurt – In Zusammenarbeit mit Kantar Emnid (zuvor TNS Emnid) befragte KPMG 75 Geschäftsführer, Inhaber, Vorstandsvorsitzende und Abteilungsleiter aus der Branche. Die Untersuchung zeigt, dass viele Chemieunternehmen die Bedeutung der digitalen Transformation noch nicht gänzlich erkannt haben. In den Betrieben fehlen die Ressourcen, um den Wandel aktiv zu gestalten. Mehr als die Hälfte (60 %) stellen nicht ausreichend Mittel und Kompetenzen zur Verfügung. Nur eine kleine Gruppe von First-Movern und Pionieren (3 %) ergreift bereits die Chancen der Digitalisierung. Die eher konservative Einstellung der Branche spiegelt sich auch im Investitionsverhalten wider. Ein Großteil der Investitionen wird weiterhin in Deutschland und Europa getätigt.

Link zur Studie Die komplette Studie „Zeit zum Aufblühen“ über die digitale Transformation der chemischen Industrie können Sie auf der Seite von KPMG kostenlos herunterladen. Weitere interessante Studien und Positionspapiere aus Bereichen wie beispielsweise Gehalt, Personal, Industrie, Pharma, Produktion oder auch Biotechnologie finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

„Unsere Studie belegt, dass viele Chemieunternehmen die Chancen, die sich aus einer erfolgreichen Transformation ergeben, erkannt haben. Doch mit dieser Erkenntnis ist es nicht getan. Es gilt, jetzt die richtigen Weichen zu stellen. Im ersten Schritt sollten Unternehmen die eigene Position und Möglichkeiten analysieren und die für sie individuell optimale Strategie identifizieren“, sagt Vir Lakshman, Head of Chemicals & Pharmaceuticals bei KPMG Deutschland. Zudem sind aus Sicht von Lakshman in einer kapitalintensiven Branche wie der Chemieindustrie Plattformen und Kooperationen relevant: „Durch die Vernetzung mit Kunden und Zulieferern sind an vielen Stellen Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen zu erwarten.“