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Lagebericht Chemieanlagenbau

Chemieanlagenbau für die Zukunft gut aufgestellt

| Autor / Redakteur: Anke Geipel-Kern / Matthias Back

Vor allem kleinere und mittlere Projekte prägen momentan die Projekte im Chemieanlagenbau, sagte Helmut Knauthe, AGAB-Sprecher bei der Vorstellung des Lagenberichts der Arbeitsgemeinschaft Großanlagenbau. (Bild: Stephan)
Vor allem kleinere und mittlere Projekte prägen momentan die Projekte im Chemieanlagenbau, sagte Helmut Knauthe, AGAB-Sprecher bei der Vorstellung des Lagenberichts der Arbeitsgemeinschaft Großanlagenbau. (Bild: Stephan)

Die Märkte verlagern sich nach Asien. Und auch der deutsche Chemieanlagenbau profitiert davon. Dennoch ist der Auftragseingang 2011 noch entfernt vom Jahr 2010.

Frankfurt – Vor allem kleinere und mittlere Aufträge an bereits bestehenden Standorten, haben im vergangenen Jahr das Geschäft des Chemiegroßanlagenbaus bestimmt, das teilte Helmut Knauthe auf der Pressekonferenz zum traditionellen Lagebericht der Arbeitsgemeinschaft Großanlagenbau im VDMA mit. Mit Auftragseingängen von 2,3 Milliarden Euro im Jahr 2011 wurde der Wert des Jahres 2010 nicht erreicht und auch was den langfristigen Durchschnitt von 3,5 Milliarden Euro angeht, ist AGAB-Sprecher Knauthe nicht gerade optimistisch. Dabei seien es nicht die Projekte, die fehlten, sondern das Wettbewerbsumfeld werde zunehmend schwieriger, sagte er.

Probleme bereiten vor allem die Wettbewerber aus Asien, allen voran Südkorea, aber auch die politische Unruhen im starken Markt Nordafrika sowie dem Nahen und Mittleren Osten machen sich bemerkbar. Und auch das Vergabevolumen wachse nicht im gleichen Maße wie die Zahl der darum kämpfenden Unternehmen.

Aufbau eigener Bau- und Montagekompetenzen

Auf den generellen Trend, die langfristige Verschiebung in den Osten, sei man vorbereitet betont Knauthe. „Durch den Aufbau von Engineering-, Fertigungs- und Servicestrukturen in Asien hat die Branche auf diese Entwicklung bereits reagiert und sich damit auf das sich abzeichnende „Asiatische Jahrhundert“ eingestellt“. Momentan sind die deutschen Protagonisten des Chemieanlagenbaus dabei ihre Hausaufgaben zu machen und wieder eigene Bau - und Montagekompetenzen aufzubauen.

Damit will man dem Südkoreanischen Wettbewerb trotzen und die Forderung der Kunden nach schlüsselfertigen Anlagen erfüllen. Dazu gehört auch die Suche nach Lieferländern mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis, um sich dem Preisdruck der Asiaten entgegen zu stemmen. „Der hohe internationale Konkurrenzdruck erfordert von den deutschen Großanlagenbauern vielmehr eine alle Wettbewerbsparameter umfassende Antwort. Unsere Mitglieder forcieren daher Maßnahmen, die an den klassischen Projektparametern Preis, Qualität und Durchlaufzeit ansetzen, unternehmen aber auch Anstrengungen zur Verbesserung des Marketings, des Risiko- sowie des Projektmanagements“, erläutert Knauthe.

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