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VCI-Quartalsbericht 4/2017

Chemie- und Pharmabranche legen starken Jahresabschluss hin

| Redakteur: Tobias Hüser

(Bild: Gerald Fuest/VCI)

Die chemisch-pharmazeutische Industrie hat das Jahr 2017 mit einem unerwartet starken vierten Quartal beendet. Das geht aus dem aktuellen Quartalsbericht hervor, den der Verband der Chemischen Industrie (VCI) veröffentlicht hat. Alle Sparten in Deutschlands drittgrößter Branche konnten demnach ihre Produktion von Oktober bis Dezember ausweiten. Die Erzeugerpreise legten leicht zu. Dadurch stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast zweistellig.

Frankfurt – Die Unternehmen konnten nicht nur im Inland den Absatz steigern. Hier orderten vor allem industrielle Kunden mehr Chemieprodukte. Auch in Europa und Asien liefen die Geschäfte sehr gut. Das starke Schlussquartal sorgte für eine positive Gesamtbilanz 2017. Die Wachstumsdynamik bei Produktion und Umsatz war deutlich höher als in den vergangenen Jahren.

„Die Chemie ist mit Rückenwind ins neue Jahr gestartet. Die Betriebe rechnen auch für 2018 mit guten Geschäften. Trotzdem sind bessere Bedingungen für Innovationen und Investitionen gefragt, damit die Industrie weiter wettbewerbsfähig bleibt. Wichtige Bausteine dafür sind eine steuerliche Forschungsförderung und die alternative Finanzierung der Energiewende“, sagt VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann zur Lage der Branche. Für 2018 rechnet der VCI mit einem Produktionswachstum von 3,5 %. Die Chemikalienpreise werden voraussichtlich um 1 % steigen. Der Branchenumsatz sollte dadurch um 4,5 % auf gut 204 Milliarden Euro zulegen.

Produktion und Umsatz steigen um knapp 3 %

Die Chemieproduktion ist im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 2,8 % gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr produzierten die Unternehmen 7,3 % mehr. Die Kapazitätsauslastung der Anlagen betrug 85,1 % und lag damit zum vierten Mal in Folge über dem langjährigen Durchschnitt. Die Preise für Chemieprodukte sind nach einem leichten Rückgang im dritten Quartal von Oktober bis Dezember wieder gestiegen. Chemikalien waren 0,3 % teurer als im Vorquartal und kosteten 2,7 % mehr als im Vorjahr.

Der Branchenumsatz ist im vierten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 2,6 % auf 46,3 Milliarden Euro gestiegen. Der Vorjahreszeitraum wurde dank der starken Industriekonjunktur im In- und Ausland und der wachsenden Nachfrage nach Chemieprodukten um 9,5 % übertroffen. Die Chemieunternehmen in Deutschland haben im vierten Quartal 2017 die Beschäftigung weiter ausgebaut. In der Branche arbeiten aktuell 453.770 Menschen. Das sind 1,5 % mehr Arbeitskräfte als ein Jahr zuvor.

Nachfrage nach Ingenieuren steigt deutlich an (Bildergalerie Marktbarometer)

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