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Wirtschaftslage der Branche

Chemie-Konjunktur stottert

| Redakteur: Tobias Hüser

Die chemisch-pharmazeutische Industrie ist im dritten Quartal 2018 kaum gewachsen. Ohne die boomende Pharmaproduktion musste Deutschlands drittgrößte Industriebranche ihre Produktion sogar drosseln. Das geht aus dem aktuellen Quartalsbericht hervor, den der Verband der Chemischen Industrie (VCI) veröffentlicht hat.

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Die Chemieindustrie verliert im 3. Quartal 2018 weiter an Fahrt.
Die Chemieindustrie verliert im 3. Quartal 2018 weiter an Fahrt.
(Bild: PROCESS )

Frankfurt am Main – Die Chemiesparten bekamen demnach die schwächer werdende Industriekonjunktur in Deutschland und Europa zu spüren. Einige wichtige Kundenbranchen, wie die Automobilindustrie und die Kunststoffverarbeiter, fuhren ihre Produktion im dritten Quartal deutlich zurück. Allerdings legten dank steigender Preise die Umsätze in nahezu allen Chemiesparten zu, sodass die Chemieunternehmen mit ihrer aktuellen Geschäftslage überwiegend noch zufrieden sind. Die Erwartungen für die Zukunft trüben sich aber ein.

„In der deutschen und europäischen Wirtschaft werden immer stärkere Bremsspuren sichtbar. Die Nachfrage unserer Kunden nach Chemieprodukten wird schwächer. Die zunehmenden Risiken, wie die Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China sowie der Brexit, sorgen für steigende Verunsicherung“, sagt VCI-Präsident Hans Van Bylen sagt zur Lage der chemisch-pharmazeutischen Industrie.

Aussicht auf das Geschäftsjahr 2018

Der VCI rechnet für 2018 weiterhin mit einem Zuwachs der deutschen Chemieproduktion von 3,5 %. Die Chemikalienpreise steigen voraussichtlich um 1,5 %, sodass der Branchenumsatz um 4,5 % auf 204 Milliarden Euro zulegt. Die Chemieproduktion ist im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 % gestiegen. Im Vorjahresvergleich betrug das Wachstum 2,4 %. Die Kapazitätsauslastung der Chemieanlagen war von Juli bis September weiter gut und lag bei knapp 85 %.

Aufgrund steigender Rohstoffkosten zogen die Erzeugerpreise im dritten Quartal 2018 um 1,1 % gegenüber dem Vorquartal an. Im Vergleich zum Vorjahr betrug das Plus sogar 2,6 %. Die Preisentwicklung bei Chemieprodukten sorgte dafür, dass auch der Branchenumsatz im dritten Quartal 2018 zulegen konnte. Im Vergleich zum Vorquartal stiegen die Erlöse der Unternehmen um 1,7 % und gegenüber dem Vorjahr um 3,4 %. Das Auslandsgeschäft wuchs stärker als die Verkäufe im Inland.

Die Zahl der Arbeitsplätze in der Chemie ist im dritten Quartal 2018 gestiegen. Die Branche beschäftigt derzeit 459.700 Mitarbeiter. Im Vergleich zum Vorjahr legte die Beschäftigung damit um 1,5 % zu.

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