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Konjunkturumfrage

Chemie-Arbeitgeber sehen keinen Anlass für Optimismus

| Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Im Vorfeld der Chemie-Tarifrunde 2016 hat der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) seine regelmäßige Konjunkturumfrage bei den Mitgliedsunternehmen der Chemie-Arbeitgeberverbände durchgeführt. Jetzt liegen die Ergebnisse vor – und sind ernüchternd.

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Die Aussichten für die Chemie sind nicht düster, aber getrübt, so die aktuelle BAVC-Konjunkturumfrage.
Die Aussichten für die Chemie sind nicht düster, aber getrübt, so die aktuelle BAVC-Konjunkturumfrage.
(Bild: Creative Agency 514-806-1644 / gemeinfrei; Quelle: www.lifeofpix.com (Ausschnitt))

Wiesbaden – Rund 500 Betriebe mit über 360.000 Beschäftigten hätten sich an der Befragung beteiligt und damit ein repräsentatives Meinungsbild der Branche geliefert, heißt es. Die Ertragslage der Chemie-Betriebe hat sich demnach zwar stabil entwickelt; der größte Anteil der Unternehmen verzeichnet weiterhin Renditen im befriedigenden Bereich zwischen 3 und 10 Prozent.

Geschäftserwartungen der Chemie
Geschäftserwartungen der Chemie
(Bild/Quelle: BAVC/BAVC-Konjunkturumfragen; Saldo aus positiven und negativen Einschätzungen)

Unverändert hoch ist allerdings der Anteil der Betriebe, die 2015 nur Renditen im Skonto-Bereich oder sogar negative Ergebnisse erzielt haben. Dies trifft auf insgesamt 30 Prozent zu. Der Ausblick für 2016 ist hier sogar noch skeptischer. Mit 34 Prozent erwartet ein gutes Drittel der Betriebe eine solche unbefriedigende und nicht nachhaltige Ertragslage.

Geschäftserwartungen im Sinkflug

Die aktuelle wirtschaftliche Situation im Frühjahr 2016 wird von den Betrieben überwiegend als „befriedigend“ eingeschätzt (48 Prozent). Auch hier sehen allerdings 20 Prozent eine kaum befriedigende oder bereits schlechte Lage.

Bei der Frage nach den Geschäftserwartungen für das restliche Jahr 2016 und darüber hinaus steigt die Skepsis spürbar an. Der überwiegende Teil der Branche geht von einer Fortsetzung der Stagnation, also einem unveränderten Geschäftsvolumen aus. Erstmals seit 2008 – und damit seit dem Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise – übersteigt der Anteil der negativen Geschäftserwartungen zudem die Zahl der Betriebe mit einer positiven Perspektive.

Der Saldo aus beiden Meldungen dreht mit einem Wert von minus 10 deutlich in den negativen Bereich. Dies entspricht der Entwicklung des ifo-Geschäftsklimaindex. Auch hier liegt der Indikator für die Geschäftserwartungen der chemisch-pharmazeutischen Industrie Anfang 2016 unterhalb der Nulllinie.

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