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Industrie 4.0

Chefs bekommen schlechte Digital-Note

| Redakteur: Matthias Back

Daumen runter: Arbeitnehmer geben ihren Chefs schlechte Noten in Sachen Digitalisierung.
Daumen runter: Arbeitnehmer geben ihren Chefs schlechte Noten in Sachen Digitalisierung. (Bild: pixabay.com, CC0 Public Domain)

Daumen runter: 57 % der deutschen Arbeitnehmer zweifeln daran, ob ihre Chefs beim Thema Digitalisierung und Industrie 4.0 sattelfest sind. Lediglich 10 % halten ihre Vorgesetzten diesbezüglich für wirklich fit, wie eine Studie von Rochus Mummert herausfand.

Die Mehrheit der Deutschen glaubt nicht daran, dass ihre Chefs die Digitalisierung gut meistern. Laut der aktuellen Studie "Einfluss des HR-Managements auf den Unternehmenserfolg" von der Personalberatung Rochus Mummert sieht nur ein Drittel (33 %) die Führungskräfte auf einem guten Wegb bei der digitalen Transformation. Dass sich im Zuge von Digitalisierung und Industrie 4.0 auch die Rolle des Managements ändern muss, ist in der Wirtschaft aber durchaus angekommen, zeigt die Studie, für die HR-Führungskräfte sowie 1.000 Arbeitnehmer befragt wurden.

Industrie 4.0 nur auf dem Papier

"Den von uns befragten Führungskräften zufolge haben bereits knapp drei Viertel der Unternehmen das Thema Industrie 4.0 auf der Agenda", sagt Dr. Hans Schlipat, Studienleiter und Managing Partner der Rochus Mummert-Gruppe. "Und nach Einschätzung der Arbeitnehmer lässt die jeweilige Firmenkultur in immerhin sechs von zehn Unternehmen den Führungskräften auch durchaus genügend Raum, neue Dinge auszuprobieren und Eigeninitiative zuzulassen." Noch wollen oder können aber zu wenige Führungskräfte die sich auftuenden neuen Möglichkeiten in der Praxis auch nutzen. So sprechen fast 40 % der Arbeitnehmer ihren direkten Vorgesetzten die Fähigkeit ab, Veränderungen oder neue Technologien gut zu erklären. Und noch ein paar mehr Befragte fühlen sich von ihren Chefs nicht gerade dazu aufgefordert, etwas für die die eigene Weiterbildung zu tun.

Deutschland hält bei der „Digitalen Agenda“ die rote Laterne

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22.10.15 - Für 68 Prozent der Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat die digitale Transformation den Wettbewerb bereits verändert. Gut jede fünfte Firma rechnet als Folge bis 2020 mit einer neuen Marktlage. Überraschend: 61 Prozent verfügen nicht einmal über ein Strategiepapier, um die Digitalisierung konkret anzugehen. Die rote Laterne bei der „Digitalen Agenda“ geht nach Deutschland. lesen

Umso entscheidender ist, dass sich die Chefs auch selbst mit der neuen Arbeitswelt vertraut machen, um im nächsten Schritt ihre Mitarbeiter auf diesem Weg mitnehmen zu können. Bislang jedoch werden die Arbeitnehmer damit in der Regel noch allein gelassen. Nur in 16 % der Firmen werden bereits Schulungen zum Thema Digitalisierung durchgeführt. Vielleicht liegt die Zahl auch etwas höher, aber mehr als jeder vierte Arbeitnehmer weiß nicht einmal, ob es ein derartiges Angebot in seinem Unternehmen gibt oder nicht. Die Bereitschaft, sich in Sachen Industrie 4.0 weiterzubilden, ist bei vielen Arbeitnehmern aber durchaus vorhanden.

Ingesamt fällt das Chefzeugnis gut aus

"Wie die Studie auch ergeben hat, sind Dreiviertel der Arbeitnehmer mit ihrem Chef insgesamt zufrieden", sagt Rochus-Mummert-Partner Schlipat. Auch glauben bereits jetzt schon 35 % der Befragten, dass ihnen die Digitalisierung mehr Vor- als Nachteile bringen wird. Und ein weiteres Drittel ist potenziell dazu bereit, sich von dieser Einstellung überzeugen zu lassen.

Der Beitrag erschien zuerst auf dem Portal unserer Schwestermarke elektrotechnik.

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