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Umsetzung von Predictive Maintenance im Schüttgutbereich

Chancen der Digitalisierung für sich nutzen

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Abgesehen von Maschinendaten sind es auch Informationen betreffend der Anlagenperipherie, die hier mit einbezogen werden müssen. Denn Temperatur oder Luftfeuchtigkeit können sich ggf. negativ auf Maschinenkomponenten auswirken. Im Schüttgutbereich belasten diese Faktoren häufig die Prozesse. Hinzu kommt, dass die Werte kontinuierlich erhoben werden müssen, um schnell auf Ungereimtheiten reagieren zu können. Daher sollte genügend Kapazität vorhanden sein, um diese auch zu verarbeiten – und dass mit guter Performance. Durch die Auswertung der erhobenen Daten in Kombination mit intelligenten Algorithmen steigt schließlich die Genauigkeit der Störungsvorhersagen.

Event-Tipp der Redaktion Das 12. Schüttgut-Forum findet auch 2018 wieder im Rahmen der Förderprozess-Foren statt. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf unserer Eventseite. Programm, Erfahrungsaustausch und Rahmen des Forums sind top, wie uns Teilnehmer dieser Nutzwertveranstaltung bestätigen. Unsere Bildergalerien zum letztjährigen Event zeigen Impressionen der Veranstaltung sowie die Referenten des Schüttgut-Forums.

Ein weiterer entscheidender Punkt ist, dass Unternehmen die Wahrscheinlichkeit von Bedienerfehlern minimieren müssen – beispielsweise durch Software-Assistenten oder Funktionen, welche Fehlerquellen bereits innerhalb des Systems ausschließen. Bislang kann Predictive Maintenance diese Erwartungen nicht immer erfüllen. Die verfügbaren Anwendungen am Markt sind verbesserungswürdig und auch die richtige Basis bezüglich der Datenverarbeitung im Unternehmen ist für den Erfolg entscheidend. Bei Predictive Maintenance handelt es sich nichtsdestotrotz um ein Zukunftsthema, welches einen weiteren wichtigen Schritt hin zur ganzheitlich smarten Produktion darstellt.

Geeignete Software schafft Transparenz

Im Rahmen des Deutschen Industrie 4.0 Index, einer aktuellen Studie zum Thema Digitalisierung, wurde kürzlich festgestellt, dass nur noch die wenigsten Industrieunternehmen bei der digitalen Transformation außen vor sind. Nahezu die Hälfte der Firmen hat heute konkrete Erfahrungen mit Industrie 4.0 vorzuweisen. Doch bloße Erfahrungen sind an dieser Stelle zu wenig. Nicht selten wird das Thema lediglich projektbezogen umgesetzt oder es findet eine teilweise Digitalisierung statt.

Für die wirkliche Umsetzung einer smarten Produktion sind geeignete Softwarelösungen notwendig, die dem neuesten Stand der Technik gerecht werden und das Unternehmen ganzheitlich vernetzen. In der 4. industriellen Revolution angekommen, sollte daher auf Lösungen gesetzt werden, die sämtliche Prozesse digitalisieren und die Kommunikation zwischen Mensch, Maschine, Produkt und System ermöglichen. Nur so besteht die Möglichkeit, dass verschiedene Prozessschritte miteinander kommunizieren, Abläufe absolut transparent sind und die Fertigung besonders wirtschaftlich und reibungslos vonstattengehen kann.

Von der Lieferung der Materialien über die Lagerung derselben, die Förderung, das Verwiegen und Mischen bis hin zur abschließenden Veredelung sollten die Prozesse im Zuge dessen vereinfacht werden. Wird Industrie 4.0 nicht operativ umgesetzt, bleibt die vorausschauende Wartung wohl doch nur Zukunftsmusik. In jedem Fall wäre Predictive Maintenance in einer ausgereiften Form der nächste logische Schritt in Richtung einer wahren ‚Smart Factory‘.

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