CEO-Studie CEO-Studie zeigt Führungskontinuität in deutschsprachigen Vorstandsetagen

Redakteur: Sonja Beyer

Räumte 2009 jeder fünfte Vorstandsvorsitzende (CEO) im deutschsprachigen Raum freiwillig oder unfreiwillig seinen Stuhl, war es 2010 gerade noch jeder elfte. Die Wechselquote hat sich damit binnen eines Jahres von 21,3 auf 8,7 Prozent reduziert. Dies ergibt die „Global CEO-Succession“-Studie der Strategieberatung Booz & Company.

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München – Der wirtschaftliche Aufschwung sorgt für deutlich mehr Kontinuität in den deutschsprachigen Vorstandsetagen. Besonders ausgeprägt sei dieser Trend in Deutschland, sowohl im europäischen wie auch globalen Vergleich. Während die CEO-Wechselquote weltweit lediglich von 14,3 nur auf 11,6 Prozent fiel, sank sie europaweit um fünf Prozentpunkte auf 10,2 Prozent. Die höchste Wechselquote weist Japan auf (18,8 Prozent). Im deutschsprachigen Raum erfolgte dabei gerade noch knapp ein Fünftel der Wechsel unfreiwillig, während 2009 rund ein Drittel der CEOs ihre Position gezwungenermaßen an einen Nachfolger übergeben musste.

Bei den Branchen zeigte sich 2010 im deutschsprachigen Raum ein deutlich verändertes Bild gegenüber 2009. So fanden 2010 die meisten Wechsel im Health Care-Sektor statt: Fast 27 Prozent der CEOs verließen ihr Spitzenamt. Im IT-Bereich waren es 20 Prozent und in der Energiebranche 17 Prozent. Die im Vorjahr noch heftig betroffene Bank- und Versicherungswirtschaft konnte dagegen zwei Jahre nach dem Höhepunkt der globalen Finanzkrise etwas ruhiger arbeiten. Die CEO-Wechselquote lag hier gerade noch bei 10,1 Prozent.

In der Studie „CEO-Succession 2010" wurden die 2500 weltweit größten börsennotierten Unternehmen untersucht und für Deutschland, Österreich und die Schweiz ergänzend die 300 größten Unternehmen in dieser Region analysiert. Es flossen sowohl die Performance der Unternehmen zum Zeitpunkt der Ablösung als auch die Art und Weise des Ausscheidens des CEO ein. Aussagen über Trends und Entwicklungen beziehen sich auf vorherige Erhebungen.

2010 stammten erstmals knapp die Hälfte der 2500 untersuchten Unternehmen nicht aus den USA und Westeuropa. Zwar sind die USA nach wie vor die stärkste Wirtschaftskraft, doch die sogenannten Emerging Markets machen bereits über ein Viertel der größten Weltkonzerne aus. Im Jahr 2000 lag diese Quote noch bei 7 Prozent. Der Anteil der Unternehmen aus Brasilien, Indien oder China an den untersuchten 2500 Top-Playern ist seit der Jahrtausendwende stark gewachsen.

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