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Europäische Chemieindustrie Cefic sieht erste Anzeichen für eine Erholung der Märkte

Redakteur: Marion Henig

Der Europäische Chemieverband Cefic (European Chemical Industry Council), rechnet im Jahr 2009 mit einem Produktionseinbruch in der europäischen Chemieindustrie (ausgenommen Pharmazie) um elf Prozent. 2010 geht es aber nach der Prognose wieder aufwärts: Für 2010 wird ein Wachstum von fünf Prozent gegenüber 2009 erwartet.

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Cefic sieht für das BIP der EU im Jahr 2010 ein Nullwachstum voraus, nach einem Rückgang von 3,9 % im Jahr 2009. Das weltweite BIP dürfte 2009 um 2,6 % rückläufig sein, sich im nächsten Jahr aber leicht erholen (ca. 1,7 %). (Diagramm: Cefic)
Cefic sieht für das BIP der EU im Jahr 2010 ein Nullwachstum voraus, nach einem Rückgang von 3,9 % im Jahr 2009. Das weltweite BIP dürfte 2009 um 2,6 % rückläufig sein, sich im nächsten Jahr aber leicht erholen (ca. 1,7 %). (Diagramm: Cefic)
( Archiv: Vogel Business Media )
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Brüssel – Die europäischen Chemieindustrie ist von der Wirtschaftskrise außerordentlich stark getroffen. Die jüngsten Indikatoren zeigen einen erheblichen Einbruch der Kapazitätsauslastung und der Kapitalanlagen. Einige Sektoren sind besonders schwer betroffen, insbesondere anorganische Grundstoffe, Petrochemikalien und Polymere, wobei der Nachfrageeinbruch von Seiten ihrer Abnehmermärkte zu radikalen Produktionseinschnitten und zur vorübergehenden Schließung einiger Betriebe geführt hat.

Allerdings scheinen die meisten Bereiche der europäischen Chemieindustrie nach einem tiefen Absturz die Talsohle erreicht zu haben. Die ersten Anzeichen einer Verbesserung werden sichtbar, z. B. die Wiedereröffnung von Betrieben und Produktionsanlagen. Der Umschwung nach der jüngsten Phase des Lagerabbaus auf allen Ebenen der Supply Chain dürfte sich belebend auswirken.

Der Verlauf der Erholung ist ungewiss, da die zugrundeliegende Nachfrage noch immer sehr schwach ist und die Produktion verglichen mit dem Stand vor der Krise auf niedrigem Niveau bleiben wird. Das Verbrauchervertrauen wird sich nur allmählich erholen, nicht zuletzt, da die Arbeitslosigkeit ihren Höhepunkt noch nicht erreicht hat.

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