Maschinen- und Anlagenbau Carl Martin Welcker zum neuen VDMA-Präsidenten gewählt

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Der Familienunternehmer Carl Martin Welcker ist von der Mitgliederversammlung des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in Berlin zum neuen VDMA-Präsidenten gewählt worden. Welcker ist geschäftsführender Gesellschafter des Kölner Werkzeugmaschinenherstellers Alfred H. Schütte und löst turnusgemäß Dr. Reinhold Festge (Haver & Boecker) ab.

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Nach seiner Vize-Präsidentschaft ist Carl Martin Welcker nun zum VDMA-Präsidenten gewählt worden.
Nach seiner Vize-Präsidentschaft ist Carl Martin Welcker nun zum VDMA-Präsidenten gewählt worden.
(Bild: VDMA)

Berlin – Carl Martin Welcker ist neuer Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Am Freitag Nachmittag hat die Mitgliederversammlung des VDMA in Berlin den neuen Präsidenten gewählt. Er vertritt damit mehr als 3100 Unternehmen des mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbaus. Zugleich stimmte die Mitgliedsversammlung dafür, die Amtsperiode des VDMA-Präsidenten von bisher drei auf nunmehr vier Jahre zu verlängern. Mit aktuell gut 1 Million Beschäftigten im Inland und einem Umsatz von 218 Milliarden Euro (2015) ist die Branche größter industrieller Arbeitgeber und einer der führenden deutschen Industriezweige insgesamt.

Welcker studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der Technischen Universität Berlin. Es folgten berufliche Stationen im Maschinenbau in Deutschland und den USA. 1993 übernahm Welcker das Familienunternehmen in vierter Generation. Die Schütte-Gruppe erwirtschaftet mit weltweit rund 650 Beschäftigten einen Umsatz von rund 110 Millionen Euro. Alfred H. Schütte stellt Mehrspindel-Drehautomaten sowie Schleifmaschinen her, mit denen eine große Palette von Produkten – von der Zündkerze bis zum Kniegelenk – in höchster Qualität gefertigt werden können.

Welcker ist Mitglied im Engeren Vorstand und im Hauptvorstand des VDMA. Ende 2010 wurde er zum Vize-Präsidenten des Verbands gewählt und übernahm zudem in der Funktion des Schatzmeisters Verantwortung für die Finanzen des VDMA. Von 2004 bis 2010 war er Vorstandsvorsitzender des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW).

Vize-Präsidenten ebenfalls gewählt

Der Münchener Familienunternehmer Karl Haeusgen wurde von der Mitgliederversammlung abermals in das Amt des VDMA-Vizepräsidenten gewählt, das er seit Ende 2013 bekleidet. Haeusgen ist Hauptaktionär und Sprecher des Vorstands der Hawe Hydraulik, einem Hersteller von Hydrauliklösungen. Die Hawe-Gruppe erwirtschaftete mit knapp 2200 Mitarbeitern im Jahr 2015 einen Umsatz von 305 Millionen Euro. Der Betriebswirt leitet das Unternehmen in dritter Generation. Von 2008 bis 2014 war Haeusgen Vorstandsvorsitzender des VDMA Bayern.

Ebenfalls zum Vize-Präsident gewählt wurde Nobert Basler, der Co-Gründer und heutige Aufsichtsratsvorsitzende der Basler AG. Der Maschinenbauingenieur startete während seines Studiums 1988 Basler und Berendsen, aus der die heutige, börsennotierte Basler AG wurde. Das Unternehmen stellt hochwertige digitale Industriekameras her und erwirtschaftete mit rund 500 Mitarbeitern 2015 einen Umsatz von gut 85 Millionen Euro. Basler ist Vorstandsmitglied des VDMA Nord und engagiert sich im VDMA-Ausschuss Forschung und Innovation.

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