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Busanalysator Busanalysator — für Netzwerke(r) empfohlen

| Autor/ Redakteur: Tim Karnau / Dr. Jörg Kempf

Feldbus-Netzwerke sind robust und verzeihen manchen Installationsfehler. Dennoch kann die Betrachtungsweise „Bus funktioniert – also stimmt die Installation“ bei Änderungen oder Erweiterungen von Anlagen leicht ins Auge gehen. Ein Busanalysator analysiert Profibus-Netze und liefert alle notwendigen Informationen über das Netz.

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ProfiTrace2 mit der PA Probe Ultra bietet die Leistung eines vollwertigen Oszilloskops für Profibus PA-Netze (Bilder: Procentec).
ProfiTrace2 mit der PA Probe Ultra bietet die Leistung eines vollwertigen Oszilloskops für Profibus PA-Netze (Bilder: Procentec).
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Einsatzbedingungen für den Feldbus kennen praktisch keine Grenzen: Profibus kommt in Kleinstanlagen von fünf Geräten ebenso zum Einsatz wie in Anlagen mit Tausenden von Feldgeräten. Besonders bei räumlich beengten Anlagen ist der Feldbus oft die einzige Alternative. Als zentrales Nervensystem für die Übertragung aller Informationen aus dem Feld wird er zum wichtigen Asset der Anlage. Damit bekommen auch das Thema der einfachen Fehlersuche sowie Konzepte für eine überzeugende Wartung und Instandhaltung besondere Bedeutung.

Zur Untersuchung von Profibus-Netzwerken braucht man grundsätzlich immer zwei verschiedene Tools: einen Busanalysator zur Untersuchung der Protokoll-Qualität und ein Oszilloskop zur Untersuchung der Signalqualität. In der Praxis sind jedoch noch andere Eigenschaften gefordert. „Bei der Fehlersuche vor Ort sind wir auf Tools angewiesen, die schnelle und eindeutige Ergebnisse liefern. Wichtig ist ebenfalls ein großer Funktionsumfang, um nicht mit verschiedenen Werkzeugen parallel arbeiten zu müssen“, nennt Sven Seintsch vom Prüflabor für MSR- und Analysentechnik der BIS Prozesstechnik im Industriepark Höchst seine Anforderungen an die Prüftechnik.

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Das All-in-One-Diagnosetool ProfiTrace 2 vereinigt Online-Busmonitoring, Analyse der Signalqualität und Busmasterfunktionen mit einem Highspeed-Digitaloszilloskop. Diese Kombination von Hard- und Software ermöglicht erstmalig die vollständige Überprüfung von Profibus DP und PA-Netzwerken mit einem einzigen Gerät. Dies reduziert Equipment, Kosten und Schulungsaufwand.

Fehler durch Rauschen, Reflexionen, Spannungsabfälle, Fehlanpassungen, Kabelbrüche oder Konfigurationsfehler wie doppelte Adressierung werden problemlos erkannt. Nichtdeterministische Fehler wie Überschwinger, Fehlertelegramme, Wiederholungen und Fehlerdiagnosen werden erfasst und aufgezeichnet. Über verschiedene Mechanismen wie umfangreiche Trigger- und Langaufzeichnungsmöglichkeiten kommt man auch den gefürchteten sporadischen Fehlern auf die Schliche.

Einsatz in der Prozessindustrie

Von diesen Vorteilen profitiert nun auch die Prozessautomatisierung. Mithilfe der PA Probe Ultra kann das Gerät jetzt auch für die Analyse von Profibus PA-Installationen verwendet werden. „Feldbusdiagnose vor Ort findet oft unter sehr beengten Bedingungen statt“, schildert Dennis van Booma, Chairman des Arbeitskreises „Training“ der Profibus Nutzerorganisation, seine Erfahrungen. „In der Vergangenheit hat man ein Oszilloskop gebraucht, um PA-Segmente zu messen. Mit der PA Probe gehört das der Vergangenheit an.“

Der PA Probe Ultra ist ein kleines High-Tech-Modul, das einfach auf ProfiTrace aufgesteckt wird. Es erlaubt, elektrische Messungen und Protokollmessungen direkt am PA-Bus durchzuführen. Damit kann ProfiTrace sowohl in Profibus DP wie auch PA-Netzwerken eingesetzt werden und so letztendlich alle Installationen mit einem einzigen Tool abdecken. Der PA Probe verbraucht keinen Strom von dem Koppler und kann auch Signale interpretieren, die außerhalb des normalen Bereiches liegen. Die Darstellung des Speisesignal und des Kommunikationssignals erfolgen dabei gleichzeitig in einer Ansicht – eine große Erleichterung bei der Inbetriebnahme und der Wartung.

Der Autor ist Geschäftsführer der Procentec GmbH, Karlsruhe.

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