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Industrielle Biotechnologie

Bundesministerium fördert europäische Biotech-Forschungsprojekte

| Redakteur: Tobias Hüser

Industrielle Biotechnologie wird auch als „Weiße Biotechnologie” bezeichnet, um ihre Rolle für eine nachhaltige industrielle Produktion herauszustellen.
Industrielle Biotechnologie wird auch als „Weiße Biotechnologie” bezeichnet, um ihre Rolle für eine nachhaltige industrielle Produktion herauszustellen. (Herausgeber: FNR / Quelle: Hardy Müller)

Im Rahmen des ERA-Nets Industrial Biotechnology 2 fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) wieder deutsche Forschungseinrichtungen und Unternehmen in länderübergreifenden Projekten zu industrieller Biotechnologie. Bis zum 23. Februar 2015 können Projektskizzen eingereicht werden.

Gülzow-Prüzen – Um die Etablierung industrieller Biotechnologie in Europa zu stärken, haben Forschungsförderer aus 13 EU- und assoziierten Ländern von Norwegen bis zur Türkei und von Portugal bis Russland im Rahmen des ERA-Nets „ERA-IB-2“ eine gemeinsame Initiative für transnationale Forschungsprojekte gestartet. Zusätzlich verstärkt wird diese Bekanntmachung von einigen Förderorganisationen des ERA-Nets „Euro Trans Bio“, die sich an der ERA-IB-Bekanntmachung beteiligen. Das BMEL nimmt daran mit dem Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ teil.

Der Aufruf konzentriert sich auf industrierelevante Forschungsvorhaben z.B. zur Konversion von industriellen Nebenprodukten und Biomasse zu höherwertigen Produkten, zur Entwicklung nachhaltiger Produktionsprozesse (unter Einsatz von Enzymen, Mikroorganismen, zellfreier Biosynthesesysteme) und zur Entwicklung bereits existierender Industrieprozesse (optimierte Downstream-Prozesse, Prozessdesign, Scale-up-Strategien).

Weiterhin auch zur Entwicklung neuer funktionaler Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen oder zu fermentativ/biokatalytischen Herstellungsverfahren für Plattformchemikalien (Bio-Monomere, Oligomere, Polymere) aus nachwachsenden Rohstoffen. Eine vollständige Themenbeschreibung findet sich im offiziellen Text des Aufrufs, der unter www.era-ib.net abgerufen werden kann.

Projektskizzen über Online-Portal einreichen

Bis zum 23. Februar 2015 können Forschungseinrichtungen und Unternehmen Projektskizzen über das zentrale Online-Portal einreichen. In jedem Projekt müssen Einrichtungen aus mindestens drei der an dem Aufruf beteiligten Länder kooperieren. Zusätzlich können sich auch Partner aus anderen Staaten beteiligen. Für Partner aus Deutschland gilt, dass lediglich Konsortien mit rein sächsischer Beteiligung frei in der Themenwahl sind. Vorhaben mit anderen deutschen Partnern müssen thematisch dem Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ zuzuordnen sein. Hierbei sind Anwendungen im Bereich Nahrungs- und Futtermittel sowie Pharmazeutika ausgeschlossen.

Deutschen Antragstellern wird empfohlen, die Hinweise im Annex des Call-Textes („German National Annex“) zu beachten. Für Antragsteller, die über die FNR gefördert werden, gelten die Förderbedingungen des BMEL-Programms „Nachwachsende Rohstoffe“. Details zum Antrags- und Bewilligungsverfahren gehen aus dem Aufruf hervor. Ansprechpartnerin bei der FNR ist Tina Hausmann (t.hausmann@fnr.de). Die Projekte mit einer Laufzeit bis zu 36 Monaten starten voraussichtlich Anfang 2016.

Deutsche Partner werden über den Projektträger des BMEL, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, und das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) gefördert.

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