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Exklusiv: Skids und Package Units

Bringen Skids und Package Unit den Anlagen-Baukasten?

| Autor / Redakteur: Dominik Stephan* / Dominik Stephan

Nach Kundenanforderungen zusammengestellt oder fertig aus dem Regal kann die Industrie Komplettlösungen für ganze Prozessschritte einkaufen. Dabei haben sich vier Grundtypen von Package Units als besonders gebräuchlich herausgestellt:

  • Einfache „remote Boxes“: haben ein Remote-I/O-Modul aber keine Steuerung/Visualisierung;
  • Stand-Alone Boxes: mit Schnittstellen zum Leistsystem;
  • Integrierte Lösungen: enthalten ein komplexes Prozessmodul, z.B. einen Separationsschritt;
  • Modulare Boxes: umfassen eine komplette Prozesseinheit mit einer Reihe von konfigurierbaren Prozessmodulen.

Aber ein Baustein macht noch kein Gebäude: Soll die Anlage aus dem Baukasten gelingen, müssen sich die Module unterschiedlichster Hersteller in einen Produktionsprozess integrieren lassen. Damit sind nicht nur Stoffströme gemeint: Wenn das gelieferte Skid keine reine Standalone-Lösung ist, braucht es Schnittstellen. Dabei sollen die gelieferten Package Units nicht nur Daten austauschen können, sondern auch sich möglichst reibungslos in bestehende Sicherheits-, Automatisierungs- und Bedienkonzepte einbinden lassen.

Package Units müssen untereinander, mit dem Leitsystem und dem Bediener kommunizieren. Genau dabei offenbaren derzeitige Lösungen Defizite, glauben Experten. Auch mancher Komponentenhersteller gibt unter der Hand zu, dass die „On-Board-Intelligenz“ der Module häufig weder nachgefragt noch wirklich gebraucht werde. Dabei besteht dringender Handlungsbedarf: Selbst der optimistische VDI geht davon aus, dass die Zukunft der Modularisierung mit der Standardisierung der Schnittstellen steht und fällt.

Die Integration entscheidet

Vielleicht kommt Lösung von unerwarteter Seite: Mittlerweile nehmen sich vermehrt die Automatisierungshersteller der Integration von Package Units an. In ihrer Empfehlung NE 148 plädiert die Namur für eine autonome, dezentrale Steuerung, die in der Lage ist, autark interne Abläufe zu überwachen. Als eine der ersten praktischen Umsetzungen dieser Empfehlung stellte Wago 2014 das Konzept der „Dezentralen Intelligenz Modularer Anlagen“ (kurz DIMA) vor.

Dieses Modell setzt auf einheitliche, offene und herstellerunabhängige Systemkommunikation und Schnittstellenarchitektur zur Integration von Prozessen mit dezentraler Automatisierung und Package Units. Damit sollen die intelligenten Module mit eigener On-Board-Automation flexibel in Gesamtsysteme integriert oder ausgekoppelt werden können.

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