Durchstarten trotz Krise „Bring the Future to the Present“

Autor / Redakteur: Hännes Gnädinger* / Dr. Jörg Kempf

„Es braucht nicht viel, es braucht nur eine gemeinsame Plattform (Sprache), die Mut macht, Herausforderungen gemeinsam zu meistern.“ Wie PROCESS-Leser Hännes Gnädinger, Geschäftsführer Gnädinger Ingenieurbüro, nicht nur die Pandemie, sondern „einfach die Zukunft meistern“ will.

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„Schon vor der Pandemie haben viele Unternehmen neue Methoden eingeführt und nach der anfänglichen Euphorie festgestellt, dass noch etwas fehlt, damit diese vollumfänglich wirksam werden können.“ Hännes Gnädinger, Gnädinger Ingenieurbüro.
„Schon vor der Pandemie haben viele Unternehmen neue Methoden eingeführt und nach der anfänglichen Euphorie festgestellt, dass noch etwas fehlt, damit diese vollumfänglich wirksam werden können.“ Hännes Gnädinger, Gnädinger Ingenieurbüro.
(Bild: Hännes Gnädinger)

Das Zitat „We must learn to bring the future to the present, to respond in real time to the events we cannot see in advance“ aus dem Buch „The Minding Organization“ von M. Rubinstein und I. Firstenberg hat uns im Jahr 2020 begleitet und Mut für das Jahr 2021 gemacht. Es wurde unser Motto, um nicht nur Pandemien, sondern einfach die Zukunft zu meistern.

Schon vor der Pandemie haben viele Unternehmen neue Methoden wie agiles Projektmanagement, Scrum, Kanban, BIM, 4D-Construction etc. eingeführt und nach der anfänglichen Euphorie festgestellt, dass noch etwas fehlt, damit die Methoden vollumfänglich wirksam werden können. Um diese Lücke zu schließen, stellen wir das Projektgeschäft auf eine gemeinsame Plattform. Eine Plattform, auf der sich das Projekt-Team mit seinen Methoden und Tools versteht. Eine Plattform, die sicherstellt, dass in den Projekt-Lifecycles im Anlagen-Lifecycle Informationen nahtlos ausgetauscht werden können. Eine Plattform, auf welcher effizient und effektiv zusammengearbeitet wird, unabhängig davon, wo wir sind; im Büro, zu Hause, unterwegs, auf der Baustelle.

Bring the future to the present: Als erstes haben wir auf dieser Plattform die Anforderungen für die Lösungsfindung „Betreiben und Unterhalten einer Anlage“ spezifiziert, indem wir das Ziel, bei Projektabschluss den digitalen Zwilling an den Betrieb zu übergeben, an den Anfang geholt haben. Als zweites haben wir die Projekt-Phase „Construction“ als gemeinsame Work Breakdown Structure (WBS) im Projekt-Lifecycle in die Akquisition nach vorne geholt.

Auf der gemeinsamen Plattform haben wir die Beziehung zwischen der kodierten Anlagen-Lifecycle-Lösung mit der plan- und steuerbaren Projekt-Lifecycle-WBS geschaffen. Die Arbeitspakete in der WBS haben wir mit standardisierten Kostenpositionen in der Cost Breakdown Structure zur Kalkulation und Beschaffung verlinkt. Dadurch wurde die fundierte Verfolgung des Projektfortschritts und das agile Managen von Änderungen bei unvorhersehbaren Ereignissen transparent. Man hat sich verstanden – in der Lösungsfindung, in der Projekt-Planung/-Steuerung, in der EPC-Projektausführung und im Betrieb.

Es braucht nicht viel, es braucht nur eine gemeinsame Plattform (Sprache), die Mut macht, Herausforderungen gemeinsam zu meistern.

* H. Gnädinger, Gnädinger Ingenieurbüro GmbH, Wettingen/Schweiz.

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