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Großanlagenbau-Projekte Brasiliens Wirtschaft boomt, und auch die deutsche Chemie hat große Pläne

Autor / Redakteur: Anke Geipel-Kern / Anke Geipel-Kern

Recherchen in der PROCESS-Datenbank GROAB fördern eine große Zahl interessanter Großanlagenbau-Projekte in den Wachstumsmärkten der Welt zutage. Im Fokus dieses Mal: der BRIC-Staat Brasilien.

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www.groab.de bietet umfangreiche Informationen zu Großanlagenbauprojekten weltweit. (Bild: Fotolia, PROCESS; [M]-Frank)
www.groab.de bietet umfangreiche Informationen zu Großanlagenbauprojekten weltweit. (Bild: Fotolia, PROCESS; [M]-Frank)

Noch vor ein paar Jahren zogen nicht wenige beim Kürzel BRIC fragend die Augenbrauen in die Höhe. Doch mittlerweile weiß jeder Wirtschaftsinteressierte: Die vier Versalien stehen nicht nur für Brasilien, Russland, Indien und China, sondern auch als Synonym für die Wachstumsmärkte der Zukunft. Die BRIC-Staaten sind nicht nur so gut wie unbeschadet der Wirtschaftskrise entronnen. Sie sind zurzeit auch die einzigen Regionen, in denen deutsche Chemiekonzerne Greenfieldprojekte planen und ernstzunehmende Investitionssummen in die Hand nehmen.

Beispiel Brasilien: Gerade erst hat Lanxess drei Projekte im Gesamtwert von 30 Millionen Euro angekündigt, u.a. geht es um den Bau von zwei neuen Werken am Standort Porto Feliz im Bundesstaat Sao Paulo, in denen Kunststoffe für die Automobilindustrie hergestellt werden sollen. Das dritte Projekt bezeichnen die Leverkusener gar als Meilenstein in Sachen Nachhaltigkeit, denn ein Teil des Werkes in Triunfo im Bundesstaat Rio Grande do Sul soll so umgebaut werden, dass dort Zuckerrohrbasiertes Ethylen zu EPDM-Kautschuk verarbeitet werden kann. Das Ethylen wird über eine Pipeline von Braskem geliefert, das ganz in der Nähe eine Anlage betreibt, in der aus Zuckerrohr Bioethanol herstellt wird.

Getoppt wird die Lanxess-Investition jedoch von BASF. Für 500 Millionen Euro baut der Konzern gleich mehrere World-Scale-Anlagen für die Produktion von Acrylsäure, Butylacrylat und Superabsorber. Auch für die BASF zahlt sich die räumliche Nähe zu Braskem aus, denn die Konzernspitze hat die Entscheidung für den Standort Camaçari im Bundesstaat Bahai getroffen, weil es hier durch Braskem eine funktionerende Infrastruktur gibt und die Brasilianer u.a. den Rohstoff Propylen per Pipeline liefern können.

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