Suchen

Weiße Biotechnologie Brain akquiriert Gen-Ressourcen von Merlion Pharmaceuticals für Biotech-Anwendungen

Redakteur: M.A. Manja Wühr

Das Biotechnologie-Unternehmen Brain erwirbt von Merlion Pharmaceuticals die spezifischen, Gen-basierten industriellen Biotech-Ressourcen.

Firmen zum Thema

Brain’s umfangreiches Bio-Archiv enthält mehr als 18 000 umfangreich charakterisierte Mikroorganismen und eine stetig wachsende Metagenom-Bibliothek, beide abgelegt in gut durchmusterbaren Formaten.
Brain’s umfangreiches Bio-Archiv enthält mehr als 18 000 umfangreich charakterisierte Mikroorganismen und eine stetig wachsende Metagenom-Bibliothek, beide abgelegt in gut durchmusterbaren Formaten.
( Bild: Brain )

Zwingenberg, Berlin – Die Ressourcen umfassen ausgewählte mikrobielle Stämme, eine umfangreiche, für modifizierende Enzyme codierende Genbibliothek (“Tool-Box”) sowie eine 800 000 Klone enthaltende Cosmid-Bibliothek mit mehr als 16 Millionen, für neuartige Enzyme und Biokatalysatoren codierenden Genen. Aktinomyceten sind als Produzenten von bioaktiven Naturstoffen sowie seltenen Enzymen und Biokatalysatoren bekannt. Zusätzlich verfügt diese Bakteriengruppe über ein immenses, in einigen kürzlich offengelegten Genomprojekten angedeutetes genetisches Potenzial.

Vereinbarungsgemäß wird Brain ausgewählte Aktinomyceten-Stämme von Merlion erwerben. Im Zuge der Transaktion erhält das Unternehmen exklusiv eine beträchtliche Anzahl von charakterisierten, profilierten und in E. coli abgelegten Cosmid-Bibliotheken aus diversen Aktinomyceten-Stämmen. Hinzukommen eine mehrere Hundert klonierte Syntheseenzym-Gene enthaltende „Tool-Box“ sowie eine immense Aktinomyceten-DNA-Sammlung, welche für Sequenz-basierte Durchmusterungen genutzt werden kann.

Diese Ressourcen sollen durch das gezielte genetische Auffinden von industriellen Enzymen oder relevanten Stoffwechselwegen nutzbar gemacht werden, um so mikrobielle, gentechnisch optimierte Produktionsstämme zu entwickeln. Diese sollen hohe Ausbeuten von interessanten Substanzen für diverse „weiße Biotechnologiemärkte“ erzielen.

“Wir sind davon überzeugt, dass die mikrobiellen und genetischen Ressourcen von Combinature unsere Technologieplattform sowie den Zugang zu interessanten Entwicklungskandidaten ergänzen und stärken werden. Die Entwicklungszyklen von industriellen Enzymen und Biokatalysatoren können weiter verkürzt und zusätzlich weitere neue Stoffwechselwege in genetisch optimierten Mikroorganismen, sogenannten „Designer-Bugs“, dargestellt werden“, sagt Dr. Jürgen Eck, Brain-Forschungsvorstand.

(ID:268332)