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Verpackungstechnik kein Kerngeschäft

Bosch will Geschäft mit Verpackungsmaschinen verkaufen

| Redakteur: Tobias Hüser

Die neue intelligente Sigpack FIT Produktzuführung mit Linearmotor-Technologie ermöglicht eine sehr schnelle, kontaktlose Zuführung der Produkte.
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Die neue intelligente Sigpack FIT Produktzuführung mit Linearmotor-Technologie ermöglicht eine sehr schnelle, kontaktlose Zuführung der Produkte. (Bild: Bosch)

Trotz Milliardenumsatz will sich Bosch von seinem Geschäft mit Verpackungsmaschinen trennen. Innerhalb des Unternehmens hätten sich keine unternehmerisch und technologisch ausreichend relevanten Synergien ergeben. Die Suche nach einem Käufer hat nun begonnen.

Stuttgart – Nach intensiver Prüfung aller strategischen Optionen hat Bosch beschlossen, einen Käufer für das Geschäft mit Verpackungsmaschinen (PA) zu suchen. Das Unternehmen sieht die Sparte Verpackungstechnik nicht als Teil ihres Kerngeschäfts. Der geplante Verkauf wird die Bereiche Pharma und Food des Geschäftsbereichs Packaging Technology betreffen.

PA ist im Projektgeschäft in spezialisierten Bereichen der Verpackungsindustrie tätig. Zudem agiere das Unternehmen in einem mittelständischen Wettbewerbsumfeld. Dadurch habe man gegenüber Wettbewerbern Strukturnachteile, so Bosch in einer Pressemitteilung. Die Verpackungstechnik benötige eine andere Aufstellung, um flexibler auf die spezifischen Anforderungen des Marktes für den Sondermaschinenbau reagieren zu können.

„Diese Entscheidung ermöglicht Bosch, sich stärker auf die Zukunftsthemen wie die Transformation des Konzerns und die Ausrichtung auf die zukünftige Digitalisierung, wie zum Beispiel Internet der Dinge zu konzentrieren sowie vorhandene Ressourcen entsprechend zu bündeln“, erläutert Stefan Hartung, Geschäftsführer von Robert Bosch mit Zuständigkeit für den Unternehmensbereich Energie- und Gebäudetechnik sowie Industrietechnik.

Wirtschaftliche Schwierigkeiten in den letzten Jahren

„PA war schon immer ein weitestgehend eigenständiger Bereich der Bosch-Gruppe und wird sich künftig noch spezifischer für den Bedarf der Branche aufstellen können“, sagt Stefan König, Vorsitzender der Geschäftsführung von Robert Bosch Packaging Technology. Zwar hatte PA in den beiden vergangenen Jahren in einzelnen Bereichen mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Unter neuer Führung hat das Unternehmen begonnen sich neu auszurichten und bereits viele Einheiten für den weiter wachsenden Markt gut neu aufgestellt. So erwartet das Unternehmen für die kommenden Jahre eine steigende Nachfrage. Der Bereich Pharma entwickelt sich aufgrund seiner hohen technischen Differenzierung erfreulich und wächst.

PA beschäftigt derzeit rund 6100 Mitarbeiter in der Verpackungstechnik weltweit. Ziel ist es, dass alle Mitarbeiter und Standorte von einem Erwerber übernommen werden. Mitarbeiter und Arbeitnehmervertreter wurden heute über die Entscheidung informiert.

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