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Energiekabelsysteme Borealis und Borouge investieren in schwedisches Hochspannungs-Testlabor

| Redakteur: Alexander Stark

Borealis und Borouge haben die Einweihung ihres neuen Testlabors für Hochspannungsanwendungen (HV) im Entwicklungszentrum für Kabelwerkstoffe in Stenungsund, Schweden, bekannt gegeben. Insgesamt vier Millionen Euro investierten die Unternehmen, um die Anlage mit neuen Testsystemen auszurüsten, die ihr zu einer Sonderstellung in der Polymerproduktionsbranche verhelfen sollen.

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Borealis investiert in seinem schwedischen Hochspannungs-Testlabor vier Millionen Euro für Anlagen und Systeme.
Borealis investiert in seinem schwedischen Hochspannungs-Testlabor vier Millionen Euro für Anlagen und Systeme.
(Bild: Borealis)

Wien/Österreich und Stenungsund/Schweden — Bereits seit 1970 ist das Labor in Stenungsund wichtige Entwicklungsstätte für Kabelisolierungsprodukte. Damals wurden in der Anlage die ersten vernetzten Polyethylen-Kabelisolierungen (XLPE) produziert. Der Umfang der Testaktivitäten wurde im Verlauf der Jahrzehnte kontinuierlich ausgebaut: Im Jahr 1986 wurden erstmals Tests mit elektrischen Kabeln und Kabelextrusionslinien durchgeführt. Darauf folgte im Jahr 2009 die Installation einer neuen Dreilagen-Extrusionslinie für die kontinuierliche Vernetzung von Polyethylen. Mit der Fertigstellung des jüngsten Investitionsprojekts mit einer Laufzeit von zwei Jahren für elektrotechnische Tests wurde die Bandbreite der Testaktivitäten nun erneut ausgedehnt.

Das modernisierte Hochspannungs- (HV) Testzentrum in Stenungsund bietet Simulationstestverfahren für Gleich- und Wechselstrom, um die Leistungsfähigkeit kommerzieller Kabelmaterialien für Mittel-, Hoch- und Höchstspannungsanwendungen zu testen. In der Entwicklung innovativer Neumaterialien spielen diese Tests eine zentrale Rolle, um eine höhere Materialsicherheit garantieren zu können und sie leisten einen entscheidenden Beitrag im Rahmen der Qualitätssicherung. Für die Zusammenarbeit mit Kunden und der Wertschöpfungskette eröffnet das HV-Testzentrum zudem Möglichkeiten für Entwicklungsprojekte und hilft dabei, die Markteinführungsdauer für neue Innovationen zu verkürzen.

Die steigende Stromnachfrage, die zunehmende Urbanisierung, die effiziente Versorgung mit Energie aus erneuerbaren Quellen sowie die Verbindungsflexibilität von Stromnetzen sind einer Unternehmensmeldung zufolge Trends, welche die Kabelbranche antreiben. Um diesen gerecht zu werden und neue Entwicklungen zu antizipieren, würden Borealis und Borouge kontinuierlich in die Forschung, Entwicklung und entsprechende Testverfahren investieren, um Lösungen auf Basis ihrer unternehmenseigenen Technologien zu liefern.

Die Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern entlang der Wertschöpfungskette unterstütze und steigere einerseits die elektrotechnische Kompetenz aller Beteiligten und sei andererseits ein Schlüsselfaktor für die Entwicklung fortschrittlicher Materiallösungen, welche die globale Energiebranche in ihren Bemühungen zur verstärkten Implementierung nachhaltigerer Technologien unterstützten. Übertragungstechnologien müssten die effiziente Anbindung entlegener, sauberer Energiequellen an das Stromnetz sicherstellen. In diesem Bereich baue das österreichische Unternehmen auf seine langjährigen Erfahrung mit extrudierten HVDC-Materialien sowie auf seine unternehmenseigenen Borlink Technologie. Die Borlink-Werkstoffe, die in diesen Kabeln zur Anwendung kommen, werden in Stenungsund produziert.

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