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Machbarkeitsstudie Borealis treibt Pläne für neue Propan-Dehydrierungsanlage in Belgien voran

| Redakteur: M.A. Manja Wühr

Um die Versorgungssicherheit für Propylen auch in Zukunft sichern zu können, plant Borealis eine neue Propan-Dehydrierungsanlage im belgischen Kallo. Im ersten Schritt hat das Chemieunternehmen eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.

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Borealis-Produktionsstandort in Kallo/Belgien
Borealis-Produktionsstandort in Kallo/Belgien
(Bild: Borealis)

Wien/Österreich – Borealis will die Realisierbarkeit einer neuen Propan-Dehydrierungsanlage (PDH) im Wourl-Scale-Maßstab prüfen. Die Anlage soll am bestehenden Borealis-Produktionsstandort in Kallo/Belgien errichtet werden. Die Machbarkeitsstudie wird im Verlauf der kommenden neun Monate durchgeführt. Die endgültige Investitionsentscheidung soll im dritten Quartal 2018 getroffen werden, die mögliche Inbetriebnahme ist für die zweite Hälfte des Jahres 2021 geplant.

Die neue PDH-Anlage würde über eine Produktionskapazität von 740 Kilotonnen pro Kalenderjahr verfügen. Der Standort Kallo wurde aufgrund seiner hervorragenden logistischen Voraussetzungen und umfassender Erfahrung im Zusammenhang mit der Produktion und dem Umschlag von Propylen ausgewählt. Zudem hat sich Borealis für die Oleflex-Technologie von Honeywell UOP entschieden. Diese Technologie wird weithin verwendet und stellt nach Ansicht von Borealis eine zuverlässige und nachhaltige Wahl für die On-purpose-Propylenproduktion dar.

Stimmen aus dem Unternehmen

„Eine neue PDH-Anlage dieser Größenordnung würde eine bedeutende Investition von Borealis in Europa darstellen. Sie würde unser langfristiges Engagement, der innovativste Anbieter von Polypropylen und Propylen zu sein, unterstützen und so helfen, die heutigen und künftigen Anforderungen unserer Kunden zu erfüllen“, erklärt Markku Korvenranta, Borealis Executive Vice President, Base Chemicals. „Im Laufe der kommenden Quartale werden wir mit Partnern aus der Wertschöpfungskette und Behörden Kontakt aufnehmen, um die kaufmännischen sowie die betrieblichen Projektdetails auszuarbeiten.“

„In Europa steigt der Propylenabsatz, während das Versorgungsangebot der Dampfcracker und Raffinerien rückläufig ist. Aufgrund des angespannten Markts wird eine on-purpose Propylen-Investition benötigt, um eine zuverlässige Versorgung für Propylen und dessen Nebenprodukte zu schaffen und das kontinuierliche, langfristige Wachstum dieses Bereichs sicherzustellen“, erklärt Thomas Van De Velde, Borealis Vice President, Hydrocarbons & Energy.

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