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Feasibility-Studie Borealis prüft Ausbau von Polypropylen-Produktion in Europa

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Borealis wird in den kommenden neun Monaten eine umfassende Kapazitätsausweitung von Polypropylenanlagen (PP) in Europa prüfen. Die möglichen Anlagenerweiterungen würden das zusätzliche Propylenangebot voll ausschöpfen, das durch das neu geplante Borealis Propan-Dehydrierungsprojekt (PHD) im belgischen Kallo zur Verfügung stehen wird.

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Blick auf den belgischen Borealis-Standort in Beringen, an dem Polypropylen produziert wird.
Blick auf den belgischen Borealis-Standort in Beringen, an dem Polypropylen produziert wird.
(Bild: Borealis)

Wien/Österreich – Die Feasibility-Studie wird eine Reihe von Kapazitätserweiterungen durch die Beseitigung von Engpässen („Debottlenecking“) in Borealis‘ bestehenden europäischen Anlagen untersuchen. Die Studie wird sich zu Beginn auf drei PP-Anlagen in Belgien konzentrieren. Die endgültigen Investitionsentscheidungen sollen im vierten Quartal 2018 fallen. Die zusätzlichen Kapazitäten würden folglich zwischen dem 1. Quartal 2020 und Anfang 2022 verfügbar werden. „Die Synergien mit der geplanten PHD-Anlage in Kallo werden für eine zuverlässige und integrierte Liefer- und Wertschöpfungskette von den Rohstoffen bis hin zu unseren Kunden sorgen“, erklärt Alfred Stern, Borealis Executive Vice President Polyolefins.

Die gesamte angestrebte Kapazitätsausweitung würde ungefähr den Umfang einer neuen PP-Anlage im Weltmaßstab ausmachen. Das genaue Ausmaß der Erweiterung ist im Zuge der Feasibility-Studie zu klären. „Das Polypropylenangebot in Europa kann mit der steigenden Nachfrage derzeit nicht mithalten. Aufgrund der angespannten Marktsituation und der immer zahlreicheren Anwendungsmöglichkeiten für PP-Materialien werden zusätzliche Investitionen erforderlich sein, um ein kontinuierliches, langfristiges Wachstum im Polypropylenbereich sicherzustellen“, erklärt Maria Ciliberti, Borealis Vice President Marketing & NBD. „Zusätzliche Kapazitäten werden die steigende Nachfrage nach flexiblen und starren Verpackungsanwendungen bedienen.“ Eine zuverlässige Versorgung sei zudem erforderlich, so Ciliberti, um die Automobilindustrie entsprechend unterstützen zu können, für die PP eine der wichtigsten und immer häufiger verwendeten Polymermateriallösungen darstellt.“

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