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Halbjahresbilanz Borealis mit soliden Quartalszahlen zufrieden

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Borealis meldet im zweiten Quartal 2016 einen Nettogewinn von 309 Millionen Euro. Der Hersteller von Basischemikalien und Polyolefine lieferte damit das zweitbeste Quartalsergebnis nach dem Rekordjahr 2015. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres erzielte das Unternehmen einen Quartalsgewinn von 351 Millionen Euro. Der aktuelle Erfolg basiert auf den starken Gewinnspannen im Polyolefingeschäft sowie der vollständigen Inbetriebnahme von Borouge 3, einer Anlage des Borealis-Joint Venture in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

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„Borealis konnte im zweiten Quartal von den günstigen Bedingungen im Polyolefinmarkt profitieren und dadurch ein hervorragendes Ergebnis erzielen“, erklärt Mark Garrett, Vorstandsvorsitzender von Borealis. „Auch Borouge steigerte seinen Beitrag zum Ergebnis von Borealis im Vergleich zum ersten Quartal maßgeblich, mit guten Produktionsvolumina sowie mit dem Highlight, der Inbetriebnahme der XLPE-Anlage.“
„Borealis konnte im zweiten Quartal von den günstigen Bedingungen im Polyolefinmarkt profitieren und dadurch ein hervorragendes Ergebnis erzielen“, erklärt Mark Garrett, Vorstandsvorsitzender von Borealis. „Auch Borouge steigerte seinen Beitrag zum Ergebnis von Borealis im Vergleich zum ersten Quartal maßgeblich, mit guten Produktionsvolumina sowie mit dem Highlight, der Inbetriebnahme der XLPE-Anlage.“
(Bild: Borealis)

Wien/Österreich – Im ersten Halbjahr 2016 erzielte Borealis insgesamt einen Nettogewinn von 564 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung ging im zweiten Quartal um 245 Millionen Euro zurück, was hauptsächlich auf die solide Geschäftsperformance zurückzuführen war. Mit einer Verschuldungsquote von 17 % zum Ende des Quartals ist das Unternehmen finanziell weiterhin stark aufgestellt. Das Basischemikaliengeschäft lieferte eine schwächere Performance ab als noch im zweiten Quartal 2015, da der Markt eine untypische Düngemittelsaison mit niedriger Nachfrage und sinkenden Preisen erlebte.

Borouge, Borealis’ Joint Venture mit Adnoc in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), hat seine neue Anlage für vernetztes Polyethylen (XLPE) im zweiten Quartal 2016 in Betrieb genommen. Mit dieser letzten Inbetriebnahme konnte das Borouge 3-Anlagenexpansionsprojekt erfolgreich abgeschlossen werden. Damit hat das Joint Venture seine Produktionskapazität auf 4,5 Millionen Tonnen gesteigert und somit mehr als verdoppelt. Borouge ist nun der größte integrierte Polyolefinkomplex der Welt. Gemeinsam verfügen Borealis und Borouge inzwischen über eine Polyolefin-Produktionskapazität von 8 Millionen Tonnen pro Jahr. Darüber hinaus hat das Joint Venture ein Excellence-Programm gestartet, um den gesamten Produktionsstandort weiter zu optimieren.

40 Millionen Euro Investition in Steamcracker

Im Juni kündigte Borealis eine Investition in Höhe von 40 Millionen Euro zur Modernisierung seines Steamcrackers im finnischen Porvoo an. Dieses Upgrade wird die Energieeffizienz des Crackers verbessern, die Produktionskapazitäten für Propylen und Crude C4 ausweiten und eine höhere Qualität in der Propylenproduktion ermöglichen.

Am 1. Juli 2016 gab das Unternehmen zudem die Übernahme der deutschen Kunststoff-Recyclingunternehmen Mtm Plastics und Mtm Compact bekannt. Das in Niedergebra ansässige Unternehmen Mtm Plastics gilt als Technologieführer im Bereich des Recyclings gemischter Post-Consumer-Kunststoffabfälle und ist einer der größten europäischen Hersteller von Post-Consumer-Polyolefin-Rezyklaten. Die beiden Schwesterunternehmen Mtm Plastics und Mtm Compact werden damit zu Mitgliedern der Borealis-Gruppe. Die zwei bisherigen Geschäftsführer werden ihre Positionen beibehalten, um die Geschäftskontinuität sicherzustellen.

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