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Halbjahresbilanz Borealis legt starkes erstes Halbjahr 2018 hin

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Borealis hat ein starkes erstes Halbjahr hingelegt. Nicht nur Umsatz und Nettogewinn stiegen, auch ein Petrochemie-Joint Venture mit Total und Nova Chemicals stehen für den Hersteller von Polyolefinen und Basischemikalien im bisherigen Geschäftsjahr 2018 zu Buche. Darüber hinaus hat Borealis in eine Kooperation entlang der Wertschöpfungskette zur Produktion von Kunststoffflaschen und -düsen aus 100 % rezykliertem Post-Consumer-Material investiert.

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Der Mtm Plastics-Standort in Niedergebra
Der Mtm Plastics-Standort in Niedergebra
(Bild: Mtm Plastics)

Wien/Österreich – Borealis meldet im zweiten Quartal 2018 einen Nettogewinn von 293 Millionen Euro im Vergleich zu 261 Millionen Euro im gleichen Quartal des Jahres 2017. Das starke Ergebnis wurde von einer soliden integrierten Polyolefinmarge und Lizenzerträgen gestützt, während im Pflanzennährstoff-Marktumfeld weiterhin schwierige Bedingungen herrschen. „Während wir im Verlauf des zweiten Quartals einen Rückgang der integrierten Polyolefinmarge beobachtet haben, konnten wir weiterhin starke Finanzzahlen abliefern“, erklärt Borealis’ Vorstandsvorsitzender Alfred Stern. „Für das zweite Halbjahr erwarten wir wiederum eine rückläufige integrierte Polyolefinmarge und die Prognosen im Pflanzennährstoffmarkt sind weiterhin von Unsicherheit geprägt.“

Mit dem Erhalt aller erforderlichen behördlichen Genehmigungen gaben Borealis, Total und Nova Chemicals bereits am 24. Mai die Gründung ihres Petrochemie-Joint Ventures an der US-Golfküste bekannt. Das Unternehmen Bayport Polymers steht zu je 50 % im Eigentum von Total und Novealis, einem Joint Venture von Borealis und Nova Chemicals. Diane Chamberlain wurde zur Vorsitzenden des neuen Unternehmens ernannt. Das Joint Venture umfasst:

  • Totals bestehende Polyethylenanlage am US-Standort Bayport mit einer Jahreskapazität von 400 kt;
  • den in Bau befindlichen Ethan-Steam-Cracker im texanischen Port Arthur mit einer Jahreskapazität von 1 Mt;
  • eine neue Borstar Polyethylenanlage am Standort des Joint Ventures in Bayport mit einer Jahreskapazität von 625 kt (vorbehaltlich der endgültigen Investitionsentscheidung).

Investition in Mtm Plastics

Insgesamt 15 Millionen Euro investiert Borealis in Mtm Plastics. Das Unternehmen baut damit am Standort Niedergebra seine Verarbeitungsgesamtkapazität von 60.000 auf 80.000 t aus, womit sichergestellt werden soll, dass der Bedarf des High-End-Markts für Regranulate bedient werden kann. Darüber hinaus kündigte Borealis eine weitere Investition in der Höhe von 2,5 Millionen Euro in den Umweltschutz an. Außerdem sind Kapazitätserweiterungen von Mtm compact, der Schwestergesellschaft in Fürstenwalde, vorgesehen.

Borealis hatte Mtm plastics und Mtm Compact bereits im Juli 2016 vollständig übernommen. Gemeinsam mit Henkel arbeiteten die Unternehmen an der Entwicklung einer neuen Verpackungslösung, die auf 100 % rezyklierten Post-Consumer-Kunststoffen basiert. Einsetzbar ist die Verpackungslösung für Allzweckkleberflaschen und -verschlüsse des Heimwerkerbedarfs, die Henkel unter der bekannten Marke Pattex vertreibt. Die Flaschen werden vom Value-Chain-Partner KKT Kaller Kunststoff Technik produziert. Der deutsche Kunststoffkomponentenhersteller Bomo Trendline Technik produziert die Auftragsdüsen.

Bester europäischer HDPE- und LDPE-Polymerproduzent

Borealis wurde vom Verband „Polymers for Europe“ als bester europäischer Polymerproduzent in den Kategorien Polyethylen mit hoher Dichte (HDPE) und Polyethylen mit niedriger Dichte (LDPE) ausgezeichnet. Polymeranwender aus ganz Europa nahmen an einer Umfrage zur Bewertung der Performance ihrer Lieferanten von Juni 2017 bis Mai 2018 teil. Die Evaluierung berücksichtigte die Kategorien Polymerqualität, Einhaltung von Vorschriften, Lieferzuverlässigkeit, Kommunikation und Innovation für acht verschiedene Materialien. Die Siegerehrung fand am 24. Mai im Zuge der jährlichen Konferenz des Verbands der europäischen Kunststoffverarbeiter im italienischen Mailand statt.

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