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Tierarznei für rezeptfreie Medikamente

Boehringer Ingelheim und Sanofi planen Tauschgeschäft von Geschäftssparten

| Redakteur: Tobias Hüser

Boehringer Ingelheim und Sanofi planen ein Tauschgeschäft verschiedener Geschäftssparten. Das deutsche Pharmaunternehmen will den Tierarzneimittel-Bereich des französischen Konkurrenten übernehmen und im Gegenzug sein Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten und Gesundheitspräparaten abgeben sowie zusätzlich 4,7 Milliarden Euro an Sanofi überweisen.

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Blick auf den Pharmawirkstoff-Betrieb von Boehringer Ingelheim
Blick auf den Pharmawirkstoff-Betrieb von Boehringer Ingelheim
(Bild: Boehringer Ingelheim)

Ingelheim, Paris/Frankreich – Beide Seiten haben bereits eine Vereinbarung über „exklusive Verhandlungen“ unterzeichnet. Sollte das Tauschgeschäft zustande kommen, wäre es der größte Zukauf von Boehringer Ingelheim in der Unternehmensgeschichte. Das Geschäftsfeld Consumer Health des zweitgrößten deutschen Pharmaunternehmens kommt auf einen Marktwert von 6,7 Milliarden Euro. Die bekanntesten Produkte der Unternehmenssparte sind die Kopfschmerztablette Thomapyrin und der Hustensaft Mucosolvan. Da die Tiermedizinsparte Merial von Sanofi einen Wert von 11,4 Milliarden Euro besitzt, wird das deutsche Unternehmen im Falle einer Einigung eine Zusatzzahlung in Höhe von 4,7 Milliarden Euro tätigen müssen.

Durch die Übernahme von Merial würde Boehringer Ingelheim zum zweitgrößten Hersteller von Tiergesundheitsprodukten aufsteigen. An der Spitze liegt der US-Konzern Zoetis. Auch für Sanofi ist das Tauschgeschäft lukrativ: Mit einem globalen Marktanteil von dann 4,6 % im Bereich frei verkäuflicher Medikamente könnte das französische Unternehmen nach eigenen Angaben an Glaxosmithkline und Bayer vorbeiziehen und zum führenden Anbieter rezeptfreier Arzneimittel aufsteigen.

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