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Nachwachsende Rohstoffe

BMEL fördert Forschung zu biobasierten Klebstoffen für industrielle Anwendungen

| Redakteur: Tobias Hüser

Im vergangenen Jahr schrieb das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) den Förderschwerpunkt „Klebstoffe und Bindemittel“ im Rahmen des Förderprogramms „Nachwachsende Rohstoffe“ aus. Mittlerweile hat der Projektträger 6,7 Millionen Euro für 12 Konsortien in den Bereichen Holzwerkstoffe und industrielle Anwendungen bereit gestellt. Im nächsten Jahr sollen weitere Forschungsverbünde folgen.

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Das Bundeslandwirtschaftsministerium fördert die Forschung zu Klebstoffen für Holzwerkstoffe und industrielle Anwendungen.
Das Bundeslandwirtschaftsministerium fördert die Forschung zu Klebstoffen für Holzwerkstoffe und industrielle Anwendungen.
( Bild: FNR/Hardy Müller )

Gülzow-Prüzen – Das BMEL will die Forschung zu Industrieklebstoffen forcieren, hier sollen die Produkte so weit wie technisch und ökonomisch möglich aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen. Zudem sollen künftig formaldehydhaltige Bindemittel in Holzwerkstoffen substituiert werden. Dabei ist die Entwicklung sowohl biobasierter als auch konventioneller Produkte möglich.

Bereits bewilligte Vorhaben im Förderschwerpunkt „Klebstoffe und Bindemittel“ befassen sich mit verbesserten Klebeigenschaften auf Basis von Biopolymeren, der Entwicklung biobasierter Hotmelt-Klebstoffe und deren Anwendung in Papier- und Kartonverpackungen und neuen biobasierten Oligomeren als Diol- und Polyol-Komponenten in Polyurethan-Klebstoffen.

Eine der Anforderungen des Förderschwerpunktes „Klebstoffe und Bindemittel“ betraf das ausreichende Marktpotenzial, das bei den Projektideen berücksichtigt werden sollte. Wie vielversprechend die Vorhaben in diesem Punkt sind, zeigt das Beispiel „Dextrinova“, ein Ausgründungsprojekt der Universität Jena, das sich die Entwicklung biogener Schmelzklebstoffe für medizinische Anwendungen vorgenommen hat. Beim bundesweiten Businessplan-Wettbewerb „Science4Life Venture Cup 2015“ errang das Dextrinova-Projektteam in diesem Sommer den fünften Platz von insgesamt 129 eingereichten Geschäftsideen.

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